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Große Langzeitstudie startet 2014

26.07.2013
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Von Katja Egermeier / Anfang 2014 soll die sogenannte Nationale Kohorte, Deutschlands größte medizinische Gesundheitsstudie, starten. Nach dem Zufallsprinzip sollen 400 000 Bürger zwischen 20 und 69 Jahren ausgewählt werden, die sich dann freiwillig an der Studie beteiligen können. Das teilt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit.

Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren sollen laut BMBF neue Erkenntnisse über den Einfluss von genetischen Faktoren, Umweltbedingungen, sozialem Umfeld und Lebensstil auf Volkskrankheiten wie Diabetes, Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs erforscht werden.

 

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sieht in dem Großprojekt die Chance, einen Wissensschub im Kampf gegen Volkskrankheiten zu erzielen. »Das kann nur mit der aktiven Unterstützung und Beteiligung der Bevölkerung gelingen«, so Wanka. Eine Bewerbung für die Studie ist nicht möglich, weil nur mithilfe des Zufallsprinzips eine statistisch auswertbare Datenbasis geschaffen werden kann. Insgesamt ist die Teilnahme von rund 200 000 Menschen vorgesehen. Durch die Nachbeobachtung über 10 bis 20 Jahre biete die Studie ein einzigartiges Potenzial für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen und erhalte der Epidemiologie in Deutschland den Anschluss an die internationale Spitzenforschung, so das BMBF. Die Finanzierung in Höhe von 210 Millionen Euro erfolgt durch das BMBF, die 14 beteiligten Länder sowie die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. /

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