Pharmazeutische Zeitung online
Notdienstfonds

DAV legt Muster für Selbsterklärung vor

26.07.2013
Datenschutz bei der PZ

Von Ev Tebroke / Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat mit der Umsetzung der Details zur Einrichtung des Notdienstfonds begonnen. Dazu wurden die Softwarehäuser aufgefordert, die Apothekensoftware entsprechend zu programmieren. Im November soll erstmals Geld aus dem Fonds an die Apotheken fließen.

Der Zeitplan ist zwar sehr knapp, aber der Fonds muss ab 1. August 2013 arbeitsfähig sein, so der einhellige Tenor der DAV-Verantwortlichen. Damit der Nacht- und Notdiensfonds ordnungsgemäß arbeiten kann, hat der DAV die Softwarehäuser über die nun anstehenden organisatorischen Schritte informiert. Demnach sind zwei Updates der Apothekensoftware notwendig: Zunächst müssen zum 1. August alle nicht zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder nicht als Sachleistung abgegebenen Packungen verschreibungspflichtiger Arzneimittel korrekt erfasst werden können.

Monatliche Selbsterklärung

 

Des Weiteren soll bis Ende August das Bedruckungsprogramm für die Selbsterklärung der Apotheker stehen, die über die Anzahl der an Selbstzahler abgegeben Rx-Packungen informiert. Denn dann müssen Apotheker erstmals die Selbsterklärung abgeben. Um die Abrechnung und Auszahlung bestmöglich in bestehende Prozesse einzugliedern, ist für die Abgabe der Selbsterklärung ein monatlicher Melderhythmus vorgesehen.

 

In Abstimmung mit mehreren Rechenzentren hat der DAV eine Vorlage für die Selbsterklärung entwickelt. Dabei wurde ein maschinenlesbares Muster-16-Rezept für die Zwecke des Nacht- und Notdienstes umgearbeitet und mit dem Fonds-Logo versehen. Bislang handelt es sich um eine vorläufige Fassung, sodass es noch zu leichten Änderungen kommen kann.

 

Der als »Sonderbeleg« gekennzeichnete Vordruck enthält neben Fonds-Identifikationskennzeichen (IK) und Apotheken-IK eine Sonder-Pharma­zentralnummer (Sonder-PZN). Zukünftig soll über dieses Formular für jedes einzelne IK der Apotheke die Zahl der monatlich an Selbstzahler abgegeben Rx-Packungen von den Apotheken­rechenzentren erfasst werden. Der Apotheker muss am Monatsende dann die Richtigkeit der maschinengedruckten Angaben auf dem rezeptähnlichen Formular mit seiner Unterschrift bestätigen. Die Zahl der an GKV-Patienten abgegebenen Rx-Packungen melden die Rechenzentren direkt an den Notdienstfonds.

 

Das Apothekennotdienst-Sicherstellungsgesetz (ANSG) wurde vom Bundestag am 7. Juni verabschiedet. Am 5. Juli berät noch der Bundesrat über das Gesetz, ein positives Votum gilt aber als sicher. Zum 1. August 2013 soll das ANSG schließlich in Kraft treten. /

Mehr von Avoxa