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Berufsfelder

Arbeiten in der öffentlichen Apotheke

27.06.2011  16:27 Uhr

Von Clarissa Wild / Die öffentliche Apotheke ist Anlaufstelle Nummer 1 für Absolventen des Dritten Staatsexamens. Aus diesem Grund beginnt die PZ die Vorstellung unterschiedlicher Berufsfelder für Apotheker auch mit diesem Arbeitsplatz. Ein Kurzinterview mit Apothekerin Anke Masberg.

PZ: Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf besonders gut?

 

Masberg: Der Umgang mit Menschen. Die Apotheke, in der ich arbeite, liegt zentral in der Innenstadt. Hier ist das Publikum, und damit meine Arbeit, so bunt wie das Leben. Man weiß nie, was einen erwartet – und das finde ich prima so!

PZ: Warum haben Sie sich für das Pharmaziestudium entschieden?

 

Masberg: Nach der Schule konnte ich mich nicht richtig entscheiden, ob ich Pharmazie oder Medizin studieren wollte. Ich habe dann vor dem Studium erst eine PTA-Ausbildung gemacht. Danach war mir klar, dass das der richtige Weg für mich ist. Auch die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie schätze ich jetzt sehr.

 

PZ: Wie verlief Ihr weiterer Berufsweg?

 

Masberg: Das Praktikum nach dem Studium in Düsseldorf habe ich dann zur Hälfte in einer Krankenhausapotheke gemacht. Als dort dann eine Apothekerin gesucht wurde, habe ich mich beworben und bis 1999 dort gearbeitet. In dieser Zeit konnte ich meine erste Weiterbildung zur Krankenhausapothekerin abschließen.

PZ:Sie sind auch Fachapothekerin für Ernährungsberatung. Warum haben Sie sich entschlossen, diese Weiterbildung zu machen?

 

Masberg: Ich brauche die Herausforderung, die so eine Weiterbildung mit sich bringt. Es ist nicht immer leicht in allen Bereichen, die man in der öffentlichen Apotheke braucht, auf dem neuesten Stand zu sein, und so hat in unserer Apotheke jeder für sich einen Schwerpunkt gesetzt. Bei mir war das, auch aus persönlichem Interesse, die Ernährungsberatung.

 

PZ: Stichwort Versandapotheken: Was halten Sie von der aktuellen Entwicklung auf dem Apothekenmarkt?

 

Masberg: An dieser Entwicklung stört mich vor allem die Rosinenpickerei. Denn wenn ich im Notdienst einem Kunden die Handhabung eines Pulverinhalators erklären soll, den er im Versand bestellt hat, dann tue ich das, weil ich möchte, dass er gut versorgt ist. Aber ein schlechtes Gefühl bleibt dennoch zurück. / 

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