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Gelbfieber-Epidemie im Kongo

22.06.2016
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dpa / Eine aus Angola eingeschleppte Gelbfieber-Epidemie breitet sich schnell im nördlichen Nachbarland Kongo aus. Seit Ende März gebe es dort über 1000 Verdachtsfälle und 71 Todesfälle, teilt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.

Experten gehen davon aus, dass nur ein Teil der Infektionen in der offiziellen Statistik erfasst wird. Der Gesundheits­minister des Landes hat nun auch offiziell den Ausbruch einer Gelbfieber-Epidemie erklärt. Betroffen seien die Region der Hauptstadt Kinshasa und zwei weitere westliche Provinzen Das Land brauche nun dringend Unterstützung, um Impfstoff zu beschaffen.

 

In Angola, wo Gelbfieber im Dezember 2015 ausgebrochen war, gibt es bislang mehr 3000 Erkrankungen, 345 Menschen erlagen dem Virus. Inzwischen hat die WHO dort rund acht Millionen der über 24 Millionen Einwohner gegen Gelbfieber geimpft, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Gelbfieber verursacht meist Fieber, Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, kann aber bis zu Nierenversagen und dem Tod führen. Viele Affen in Zentralafrika und Südamerika tragen das Virus in sich. Übertragen wird es von Aedes-Stechmücken, die auch Zika verbreiten. /

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