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Apobank

Guter Start ins Geschäftsjahr 2011

21.06.2011
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Von Martina Janning / Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) zieht eine positive Bilanz der ersten fünf Monate dieses Jahres. Für 2010 hat die Vertreterversammlung eine Dividende von 4 Prozent beschlossen.

Die Apobank hat das Geschäftsjahr 2011 erfolgreich begonnen. Nach Auswertung der ersten fünf Monate dieses Jahres kommt das Geldinstitut auf ein Teilbetriebsergebnis in Höhe von 119 Millionen Euro, die Risikovorsorge ist dabei nicht berücksichtigt. Dieser Wert liegt etwas unter dem des Vorjahrs.

Vor allem das Kerngeschäft habe sich positiv entwickelt, sagte Vorstandssprecher Herbert Pfennig bei der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank in Düsseldorf am vorigen Freitag. »Wir haben unser Darlehenswachstum unverändert fortgesetzt und liegen auf dem Niveau des Vorjahreswertes.« Die Einlagen der Bankkunden seien gestiegen und die Kundenzahl auf mehr als 350 000 gewachsen. Pfennig räumte ein, dass die Zahlen noch nicht verbindlich seien. Er kündigte die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Halbjahr für Ende August 2011 an.

 

Für das gesamte Geschäftsjahr 2011 rechnet die Apobank mit einem Jahresüberschuss und einer »adäquaten Dividendenzahlung«. Auf konkrete Zahlen wollte Pfennig sich nicht festlegen und verwies auf die weltweite Situation, die immer »noch Überraschungen bereithalten kann«. Belastungen, die eine Staatspleite in Griechenland mit sich brächte, wären für die Apobank aber tragbar, sagte er. .

 

In Zukunft will die Apobank sich stärker auf angestellte Heilberufler konzentrieren und damit der Zunahme dieser Berufsgruppe Rechnung tragen. Zudem plant das Geldinstitut, das Anlagegeschäft mit den Kunden deutlich auszubauen.

 

Als »Achillesferse« der Bank bezeichnete Pfennig das Eigenkapital. Zwar seien 2010 die Eigenmittelquote von 10,2 auf 11,9 Prozent und die Kernkapitalquote von 6,2 Prozent auf 7,4 Prozent erhöht worden, neue Bankenregeln verschärften die Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenmitteln jedoch. Das Eigenkapital zu stärken »hat für uns oberste Priorität«, erklärte der Vorstandssprecher. Er warb für den Kauf von Geschäftsanteilen der genossenschaftlich organisierten Apobank.

 

Zum Stichtag der Vertreterversammlung sind die Belastungen aus »toxischen« Wertpapieren laut Pfennig um 35 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro reduziert worden. Für das mit einem Gewinn von 53,4 Millionen Euro abgeschlossene Geschäftsjahr 2010 beschlossen die Delegierten, an die 100 000 Mitgliedern eine Dividende in Höhe von 4 Prozent auszuzahlen. /

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