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ABDATA-Seminar

Keine Angst vor Testkäufen – Interaktionen in der Praxis

07.06.2011  17:56 Uhr

ABDATA / Interaktionen sind ein beliebtes Thema bei Testkäufen in der Apotheke – vielleicht, weil Interaktionsmeldungen zu den am häufigsten in der Apotheke identifizierten arzneimittelbezogenen Problemen gehören. Umso verwunderlicher scheint das oft schlechte Abschneiden der getesteten Apotheken in diesem Bereich. Wie kommt es dazu, obwohl in allen Apotheken ein hilfreiches Instrument in Form des Interaktionsmoduls der ABDA-Datenbank zur Verfügung steht?

Eine mögliche Erklärung: In der Beratung zu arzneimittelbezogenen Problemen in der Apotheke ist nicht zuletzt der Zeitfaktor maßgeblich, relevante Informationen müssen prompt gefunden und individuell interpretiert werden. Schnelle Reak-tionen fordern vom Anwender sowohl Kenntnisse von Inhalt und Struktur der Interaktionsdatenbank als auch vom Umgang mit dem vorhandenen Anwendungsprogramm, um zügig zum Ziel zu gelangen. Darum setzte das ABDATA-Seminar in Meran wieder auf viel praktische Übung in Form von Fallbeispielen an einem verbreiteten Apotheken-EDV-System – mit der dringend empfohlenen Option, die systemneutralen Seminarunterlagen als Basis für eine apothekeninterne Teamschulung am eigenen System zu nutzen.

 

Neben der Übung kamen auch praktische Tipps nicht zu kurz – zum Beispiel, wie die Aufmerksamkeit für mögliche Interaktionen erhöht werden kann. Hier sind entsprechende Listen »häufiger« Interaktionen weniger hilfreich, da diese je nach Apothekenumfeld sehr unterschiedlich ausfallen können und vom Verordnungsverhalten der benachbarten Ärzte geprägt sind. Nützlicher ist die Kenntnis häufig an Interaktionen beteiligter Wirkstoffe sowie von deren Abbauwegen. Auch der »Abstumpfungseffekt« durch häufige Warnhinweise kam zur Sprache ebenso wie Lösungsmöglichkeiten durch alle Beteiligten:

 

Selektion relevanter Interaktionsmeldungen durch den Datenproduzenten,

intelligente Abfrage- und Anzeigeoptionen des EDV-Anbieters inklusive Medikationshistorie/ Dokumentation bearbeiteter Risikomeldungen,

neben pharmakologischen Fachkenntnissen muss der Anwender auch über Aufnahmekriterien, Bearbeitungsweise und Datenbank-Struktur informiert sein.

 

Über das Fazit diskussionsfreudiger und engagierter Seminarteilnehmer/innen – »Das Interaktionsmodul ist wichtig und eine tolle Unterstützung« – freute sich das Workshop-Team von ABDATA, Dorothee Helmecke und Astrid Feller-Becker, unterstützt durch Annett Goliberzuch und Ivana Ninic von Pharmatechnik. /

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