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Seminar

Keine Angst vor Testkäufen – Interaktionen in der Praxis

15.02.2011
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Pharmacon Davos 2011

Seminar: Keine Angst vor Testkäufen – Interaktionen in der Praxis

ABDATA / In zwei Punkten waren sich die Teilnehmer des ABDATA-Workshops einig: Die automatischen Arzneimittelrisiko-Prüfungen sind im täglichen Apothekenbetrieb unverzichtbar, und mit dem Interaktionsmodul der ABDA-Datenbank ist jedes Apothekenteam für den Beratungsfall bestens gerüstet.

In fünf Seminaren hatten die Kongressbesucher die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Interaktionsmodul zu beschäftigen. Unterstützung dabei war durch das »gemischte« Seminar-Team gewährleistet: die ABDATA-Referentinnen Dr. Petra Zagermann-Muncke, die das Interaktionmodul der ABDA-Datenbank bearbeitet, Dr. Dorothee Helmecke und Astrid Feller-Becker sowie die versierten Anwender des Schulungssystems, Dr. Reinhold Holzheid und Thomas Padberg.

 

Im Workshop wurde klar, dass die ABDA-Datenbank vor allem dann wertvolle Hilfestellung leistet, wenn sie konsequent und sachkundig genutzt wird. Das bedeutet:

 

die inhaltliche Struktur muss gut bekannt sein: Wie finde ich schnell die zu ergreifenden Maßnahmen, um eine Wechselwirkung handhaben zu können, damit die Medikation parallel erfolgen kann – das ist bei rund 80 Prozent der Interaktionen der Fall. Gut zu wissen, dass ABDATA für die Aufnahme in die Interaktionsdatenbank großen Wert auf die klinische Relevanz einer Interaktion legt.

Die Funktionen des Anwendungsprogramms müssen bekannt sein: An erster Stelle, mit welchen Voreinstellungen der Maßnahmen-Klassifikation die EDV arbeitet. Werden bestimmte Maßnahmenstufen ausgeschaltet, muss den Anwendern bewusst sein, dass damit auch wesentliche Hinweise unter Umständen nicht ersichtlich sind.

Die Schulung des gesamten pharmazeutischen Apotheken-Teams empfiehlt sich ebenso wie entsprechende Vereinbarungen zum Vorgehen bei detektierten Wechselwirkungen. Im Kundengespräch lassen sich die individuellen Rahmenbedingungen klären. Sehr hilfreich ist anschließend die Dokumentation der bearbeiteten Interaktionen mit näheren Informationen in der Anwendungssoftware wie gegebene Empfehlungen und möglicher Einbezug des Verordners. Die Dokumentation war im Schulungssystem praxisnah und gut strukturiert möglich. Für die Teamschulung am eigenen Apothekensystem sind die neutralen Arbeitsunterlagen des Seminars bestens geeignet.

 

Die Resonanz aus dem Teilnehmerkreis bestätigte das empfohlene Vorgehen mit dem Wunsch, die gewonnenen Erkenntnisse möglichst schnell in die Praxis umzusetzen. Auch die Teilnehmer aus der Schweiz zeigten sich sehr zufrieden mit dem Seminar, werden doch die Interaktionen der ABDA-Datenbank, mit entsprechender Zuordnung der Schweizer Fertigarzneimittel, auch hier eingesetzt. Fazit: Der Interaktionscheck ist wichtig, nützlich und notwendig. Er muss noch wesentlich mehr genutzt werden, und es ist schön, dass der pharmazeutische Sachverstand dennoch erforderlich ist.

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