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Gesine und Parmapharm vernetzen sich

27.04.2010
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Von Bettina Sauer, Berlin / Die Apothekenkooperationen Gesine und Parmapharm werden ab sofort eng zusammen arbeiten. Das gaben sie in Berlin bekannt. Zuvor hatte die Gesellschafterversammlung der Parmapharm den Plänen zugestimmt.

»Beide Kooperationen werden ihre Eigenständigkeit behalten«, betonte Parmapharm-Geschäftsführer Frank Stuhldreier. Auch das Erscheinungsbild der Gesine- und Gesund-ist-bunt-Apotheken bleibe bestehen. Doch beide Kooperationen wollten voneinander lernen und einander ihre Angebote zur Verfügung stellen. Denn diese ergänzten sich sehr gut.

»Wir haben eine Win-Win-Situation geschaffen«, bestätigte Susanne Lorra aus dem Gesine-Vorstand. Die Übereinkunft sieht vor, dass die neu gegründete Genossenschaft Gesine Pharmahandel mit einer Einlage von 25 000 Euro stiller Gesellschafter bei der Parmapharm wird, die umgekehrt die gleiche Summe in den Großhandel investiert.

 

»Auch unsere Mitglieder können sich beim jeweils anderen einbringen und im Gegenzug dessen Angebote nutzen«, sagte Lorra. Demnach könnten auch Gesine-Apotheken stille Gesellschafter von Parmapharm werden und damit von deren Eigenmarken profitieren; umgekehrt könnten die Gesund ist bunt-Apotheken der Parmapharm Genossen bei Gesine werden und den zugehörigen Großhandel zu besonders guten Bedingungen nutzen. »Allerdings ist das keine Verpflichtung«, betonte Stuhldreier. »Jede Apotheke muss selbst wissen, welche Angebote sie individuell nutzen will.« Für die Gesund-ist-bunt-Apotheken stünden ohnehin Veränderungen an, da der Vertrag zwischen Parmapharm und dem Großhändler Sanacorp Ende Juni auslaufe. Stuhldreier rechnet mit viel Resonanz: »Es macht schließlich besonderen Spaß, eigene Marken zu verkaufen und beim eigenen Großhandel einzukaufen.« Grundsätzlich stehe das Modell auch weiteren Kooperationen offen – unter der Voraussetzung, dass sie im Besitz der Apotheker und unabhängig von Großhändlern seien. / 

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