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Gesine-Großhandel vor dem Start

08.03.2011
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Von Martina Janning, Ludwigsfelde / Im Mai soll der Großhandel der Gesine-Apothekenkooperation seine Arbeit aufnehmen, erklärten der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Kesselhut und die Aufsichtsratvorsitzende Susanne Lorra in Ludwigsfelde südlich von Berlin.

Dort entsteht gerade das Vertriebszentrum des Gesine Pharmahandels. Auf 6000 Quadratmetern Fläche sollen hier langfristig 60 000 verschiedene Artikel Platz finden, anfangs will Gesine 30 000 Produkte parat halten. Damit tritt der neue Pharmagroßhandel als Vollsortimenter an.

Zum Start hat der Großhandel nach eigenen Angaben 165 Kunden, von denen 135 Anteile des als Genossenschaft organisierten Großhandels erworben haben. Diese kosten 25 000 Euro pro Stück. Insgesamt kann das Ludwigsfel­der Zentrum bis zu 450 Kunden versorgen. Langfristig wolle Gesine die Kapazitäten voll auslasten, sagte Betriebsleiter Thomas Madetzki.

 

Vor allem Apotheken in Berlin, Brandenburg, Mecklen­burg-Vorpommern und Sachsen sollen beliefert werden. Aber auch in Aachen und am Bodensee gebe es Kunden, erklärte Lorra. Im Gegensatz zu anderen Großhändlern will Gesine nur zweimal täglich ausliefern. Das soll Kosten sparen. Durch optimiertes Bestellen, indem zum Beispiel nicht alle Apotheker eine Sammelbestellung um 18 Uhr abgeben, will der Betrieb außerdem den Personal­bedarf gering halten. Zu Beginn sollen 35 Mitarbeiter im Vertriebszentrum tätig sein, später dann 50. Auch neues­te Technik trage dazu bei, dass der Gesine-Großhandel effizienter arbeiten könne als andere, sagte Lorra.

 

»Wir wollen marktübliche Konditionen anbieten«, erklärte Vorstandschef Kesselhut. Genossenschaftler sollen keine Sonderkonditionen bekommen. Sie profitierten aber von Rückvergütungen, die der Großhandel zahlen will, wenn das Geschäft gut läuft. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel kündigte Kesselhut ein gestaffeltes Rabattsystem an. Im ersten Jahr strebt der Gesine-Großhandel einen Umsatz von 200 Millionen Euro an. Die Kosten für den Bau des Vertriebszentrums bezifferte Kesselhut mit 2,3 Millionen Euro.  /

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