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Jahresabschluss

Apobank zahlt wieder Dividende

12.04.2011
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Von Martina Janning / Nach hohen Verlusten im Vorjahr hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) 2010 wieder Gewinn gemacht. In Zukunft will sie verstärkt angestellte Heilberufler als Kunden gewinnen.

Die Apobank hat im Jahr 2010 wieder Gewinn erzielt und will vier Prozent Dividende an ihre knapp 100 000 Mitglieder ausschütten. Im vergangenen Jahr hatte das Geldinstitut erstmals keine Gewinnbeteiligung gezahlt. Der Grund waren massive Verluste während der Finanzkrise.

 

Auf Konsolidierungskurs

 

Nachdem die Apobank im Vorjahr ein Minus von 283,1 Millionen Euro gemacht hatte, verbuchte sie 2010 einen Jahresüberschuss von 53,4 Millionen Euro. Dazu kamen weitere knapp 60 Millionen Euro, die die Bank in Reserven und Rücklagen steckte, um das Eigenkapital der Bank zu erhöhen. Der Sprecher des Vorstands, Herbert Pfennig, sprach von »einem sehr ordentlichen Ergebnis« bei der Präsentation des Jahresabschlusses am Montag.

 

Inzwischen habe die Bank 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro des fast fünf Milliarden Euro schweren Pakets an sogenannten toxischen Finanzpapieren abgeschrieben, sagte Pfennig. »Etwa 900 Millionen davon sind endgültig weg.«

 

Spezialfonds managt Wertpapiere

 

Nicht abgeschriebene Wertpapiere im Wert von 3,5 Milliarden Euro hat die Apobank an einen von Union Investment gemanagten Spezialfonds übertragen. »Die machen das professioneller, als wir das können«, räumte Pfennig ein. Fünf ehemalige Vorstände will die Apobank auf 66 Millionen Euro Schadenersatz verklagen wegen des Kaufs riskanter Wertpapiere.

 

2011 will die Apobank verstärkt angestellte Heilberufler als Kunden gewinnen und das Anlagegeschäft mit den Privatkunden ausbauen. /

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