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Niedrigzinsen zum Trotz

Apobank setzt auf Existenzgründungen

05.04.2017
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Von Cornelia Dölger, Frankfurt am Main / Obwohl die Zahl der Praxisgründungen in Deutschland seit Jahren sinkt, hat die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) im vergangenen Jahr etwas mehr Kredite vergeben als im Jahr davor.

 

Wie das Kreditinstitut am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte, belief sich das Kreditvolumen im Geschäftsjahr 2016 auf 6,3 Milliarden Euro – eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. »Das ist eine gute Basis, auf der wir aufbauen können«, sagte Apobank-Vorstandschef Herbert Pfennig. Insgesamt 2000 Existenzgründungen von Ärzten, Zahnärzten und Apothekern hat die Genossenschaftsbank demnach im vergangenen Jahr begleitet.

 

Die stabile Nachfrage nach Krediten trug dazu bei, dass das Düsseldorfer Bankhaus trotz der niedrigen Zinsen im Euro-Raum Kurs halten konnte. Zwar sank das operative Ergebnis deutlich von rund 304 Millionen Euro im Jahr 2015 auf knapp 250 Millionen Euro. Erwartungsgemäß fiel auch der Zinsüberschuss erheblich kleiner aus. Gleichzeitig erwirtschaftete die Bank 2016 unterm Strich jedoch 61 Millionen Euro Gewinn, ein Plus von rund 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Pfennig betonte, das Geldhaus werde auch in Zukunft auf drei Wachstumsfaktoren setzen: Existenzgründungen, Wertpapiergeschäft und Firmenkundengeschäft. Das Geschäft mit privaten und institutionellen Kunden laufe gut, im nunmehr dritten Jahr in Folge habe man den Provisionsüberschuss steigern können. »Aber da muss noch mehr geschehen«, sagte Pfennig, der im August in den Ruhestand geht. Nachfolger wird der bisherige Vizechef Ulrich Sommer.

 

Die Bank will das Depotvolumen ihrer Privatkunden in den kommenden Jahren von 7,2 Milliarden auf 10 Milliarden Euro ausbauen. Die Apobank hat mehr als 415 000 Kunden, von denen fast 110 000 auch Mitglied und damit Eigentümer der Bank sind. /

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