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Apobank

Mehr Heilberufler gründen Existenz

19.12.2017
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Von Daniel Rücker / Nach Angaben der Deutschen Apotheker- und Ärztebank gibt es immer mehr Heilberufler, die den Schritt in die Selbstständigkeit planen. Vor allem Apothekerinnen gründen häufiger einen eigenen Betrieb als noch vor einigen Jahren.

Im Vergleich zum Vorjahr sei das Volumen von Existenzgründungskrediten für Apotheker, Ärzte und Zahnärzte in diesem Jahr um fast ein Fünftel auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Bank mit. Zusammen mit den von der Apobank vergebenen Modernisierungskrediten hat sie nach eigener Aussage bis Ende November Kredite im Umfang von 1,8 Milliarden Euro an Apotheker und Ärzte vergeben, die sich eine freiberufliche Existenz aufbauen oder den bereits bestehenden Betrieb zukunftsfähiger machen wollen.

 

Laut Apobank-Betriebsvorstand Olaf Klose will die Bank in den kommenden Jahren noch mehr Existenzgründungen ermöglichen. In diesem Jahr habe man mehr als 3000 Heilberufler auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. In den nächsten Jahren soll diese Zahl noch übertroffen werden.

 

Für den Anstieg der Zahl an Existenzgründungen sind vor allem die Frauen verantwortlich. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Apothekerinnen, die einen eigenen Betrieb gründen, deutlich gestiegen, wie aus einer Analyse der Apobank aus dem August hervorgeht. 2016 waren demnach 58 Prozent der Apothekengründer Frauen, 2014 waren es nur 54 Prozent gewesen. Männer investieren hingegen mehr Geld als ihre weiblichen Kollegen: Bei der Übernahme einer Apotheke gaben sie im vergangenen Jahr durchschnittlich 628 000 Euro aus, Apothekerinnen nahmen hingegen 493 000 Euro in die Hand.

 

Der durchschnittliche Apothekengründer ist geschlechtsübergreifend 38 Jahre alt. Im Alter zwischen 30 und 39 Jahren eröffnen die meisten (54 Prozent) ihre Apotheke. Apothekerinnen sind allerdings auch im fortgeschrittenen Alter noch recht investitionsfreudig: 15 Prozent der Existenzgründerinnen sind 50 Jahre oder älter. In diese Altersgruppe fallen hingegen lediglich 2 Prozent der männlichen Gründer. /

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