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Impfstoffproduktion

Neubau in Marburg

22.03.2017  09:50 Uhr
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Von Anna Pannen / Der Pharmahersteller Glaxo-Smith-Kline (GSK) erweitert seinen Produktionsstandort in Marburg um ein weiteres Gebäude.

 

Ab 2020 will das Unternehmen in dem Neubau Vakzinen gegen den Meningokokken-Serotyp B (MenB) herstellen. Das Unternehmen hatte 2013 den weltweit ersten Impfstoff gegen diesen Serotyp auf den Markt gebracht. Schon jetzt produziert GSK in Marburg Impfstoffe gegen FSME, Tollwut, Tetanus, Diphtherie, Pertussis und andere Meningokokken-Serotypen.

Seit mehr als 110 Jahren werden in Marburg Impfstoffe produziert – bis 1997 hieß der Standort Behringwerke nach seinem Gründer, dem Marburger Professor und Nobelpreisträger Emil von Behring. 2015 hatte GSK Novartis Vaccines übernommen und damit auch deren Marburger Produktionsstandort. Mit dem neuen Gebäude will der Hersteller seine Produktion effizienter machen. »Wir freuen uns, mit dem Bau bald die Produktion von drei der insgesamt vier aktiven Komponenten für den innovativen Meningokokken-B-Impfstoff nach Marburg holen zu können«, sagte der Geschäftsführer von GSK Vaccines, Jochen Reutter. Laut Projektleiter Mark Ruppersberg wächst der Bedarf an Meningitis-Impfstoff­antigenen kontinuierlich.

 

Am Montag setzte das GSK-Management gemeinsam mit Politikern aus der Region den ersten Spatenstich für das neue Gebäude. Da der Bau von Impfstoffproduktionen komplex ist und Hunderte Kontrollen und Freigabe-Tests umfasst, wird GSK nach eigenen Angaben ab 2020 zunächst nur testweise vor Ort produzieren. 2022 soll dann die reguläre Produktion für den Markt starten. /

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