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Thromboseprophylaxe mit Rivaroxaban

08.04.2008  17:29 Uhr

Thromboseprophylaxe mit Rivaroxaban

PZ / In drei Phase-III-Studien mit knapp 10.000 Patienten beugte der orale direkte Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban venösen Thromboembolien nach elektivem Hüft- und Kniegelenkersatz signifikant besser vor als die Standardprophylaxe mit subkutanem Enoxaparin. Wie das Unternehmen Bayer Vital mitteilt, erhielten die Patienten entweder sechs bis acht Stunden nach der Operation täglich 10 mg Rivaroxaban oder Enoxaparin ab dem Abend vor dem Eingriff in einer täglichen Dosierung von 40 mg. Primärer Endpunkt war das Auftreten einer tiefen Venenthrombose, einer nicht-tödlichen Lungenembolie oder Tod. Alle drei Studien zeigten, dass Rivaroxaban das relative Risiko dafür signifikant senkte. Im Falle der RECORD-1-Studie betrug die Reduktion zum Beispiel 70 Prozent. Das heißt, dass dieser Endpunkt von 58 der 1558 Patienten (3,7 Prozent) unter Enoxaparin erreicht wurde gegenüber 18 der 1595 Patienten (1,1 Prozent) unter Rivaroxaban. Die Häufigkeit schwerer Blutungen war zwischen beiden Substanzen vergleichbar. Rivaroxaban soll nach der Zulassung unter dem Handelsnamen Xarelto® vertrieben werden.

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