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Apobank

Vertrauen ist gut

22.01.2013  18:56 Uhr

Von Daniel Rücker, Düsseldorf / Für die Apotheker- und Ärztebank (Apobank) soll es wieder deutlich aufwärtsgehen. Dazu müsse die Bank das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen, sagte Vorstandssprecher Herbert Pfennig bei einer Veranstaltung der Bank am 21. Januar in Düsseldorf.

Um verspieltes Vertrauen zurückzugewinnen, müssten die Apobank und die Banken generell ihr Geschäft stärker am Nutzen für den Kunden orientieren, sagte Pfennig in einer Begrüßungsrede. Dazu will sein Geldinstitut eine Initiative zur Selbstheilung starten. Ähnlich wie die chemische Industrie in den 70er- und 80er-Jahren hätten die Banken derzeit ein extrem negatives Images.

 

Der chemischen Industrie sei es damals gelungen, den Nutzen der Branche für den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Dasselbe gelte heute für die Apobank, so Pfennig. Sie habe unbestreitbare Vorzüge gegenüber anderen Geldhäusern. Das beginne mit der großen Nähe zu den Freiberuflern. Diese seien seit 111 Jahren die Kunden der Bank. Außerdem gebe es bei der Apobank keine Kreditklemme, stellte Pfennig heraus. Das Ziel seiner Bank sei es, die Leistungsfähigkeit der freien Berufe langfristig zu sichern. Außerdem wolle man dem Kunden nur Produkte anbieten, die er auch selbst verstehen könne.

 

Um Vertrauen ging es auch in der Rede von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Allerdings nicht um Vertrauen, das er wiedergewinnen will, sondern um solches, dass er den Ärzten entgegenbringt. Bahr warb dafür, Ärzte und andere Akteure im Gesundheitswesen nicht unter Generalverdacht zu stellen. Dies werde den Freiberuflern nicht gerecht. Vier von fünf Menschen in Deutschland hätten großes Vertrauen in Ärzte, Zahnärzte und Apotheker. Das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten sei die Grundlage für ein funktionierendes Gesundheitswesen.

 

Für Bahr steht fest, dass schwere Fehler geahndet werden müssen. Fehler seien aber auch unvermeidlich und dürften nicht skandalisiert werden. Es dürfe keine Kultur des Misstrauens entstehen. /

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