Pharmazeutische Zeitung online

Spitzengespräch zu Packungsgrößen

11.01.2011  18:33 Uhr

PZ / Im Chaos rund um die neue Packungsgrößenverordnung wollen der Deutsche Apothekerverband (DAV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankversicherung gemeinsam über eine Lösung beraten. Mitte Januar treffen sich die Verbände zu einem Spitzengespräch.

»Wir wollen darüber sprechen, was wir auf Ebene der Selbstverwaltung praktisch tun können, um die Defizite in der neuen Verordnung auszugleichen«, sagte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, im Gespräch mit der Pharmazeutischen Zeitung. Dabei gehe es um Fragen der praktischen Umsetzung. Man wolle sich auf ein Verfahren einigen, wie mit Abweichungen von den Normgrößen umgegangen werden könne, so Lanz weiter.

 

Seit Jahresbeginn gelten neue Normgrößen für Arzneimittelpackungen. Dabei wurden feste Stückzahlen vereinbart (Zum Beispiel N1 = 10, N2 = 50 und N3 = 100 Stück). Abweichungen sind zulässig aber nur innerhalb eines bestimmten Korridors. So dürfen N1-Packungen bis zu 20 Prozent größer oder kleiner sein, für N2 beträgt die Spanne 10 Prozent. Bei N3 darf der Inhalt nur nach unten bis zu 5 Prozent abweichen. Alle Packungen, die außerhalb dieser Spannbreiten liegen, dürfen kein N tragen. Sie sind aber dennoch verordnungsfähig.

 

Zu Problemen war es gekommen, weil einige Hersteller ihre Arzneimittel fälschlicherweise als N-Packungen gemeldet hatten und diese Daten entsprechend in der Apothekensoftware umgesetzt wurden. / 

Mehr von Avoxa