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Wehrpharmazie
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Arzneimittelherstellung in der Bundeswehrapotheke

Die Bundeswehrkrankenhausapotheke Ulm stellt auch Arzneimittel für die Truppe her. Der dortige Leiter der Herstellung, Oberfeldapotheker David Zeidler, erläuterte beim ADKA-Jahreskongress in Düsseldorf, welche Arzneimittel dort hergestellt werden und warum die Bundeswehr einen eigenen Autoinjektor entwickelt.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 16.06.2026  12:00 Uhr

Neuer Autoinjektor für Nervengasvergiftungen

Produziert werden unter anderem Parenteralia, zum Beispiel Antidote für den Fall eines CBRN-Szenarios. Das Kürzel steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Kampfstoffe. Ein klassisches Beispiel als Gegenmittel bei einer Nervenkampfstoffvergiftung ist Atropinsulfat; es seien jedoch noch mehr Antidote in der Entwicklung.

Die Bundeswehr entwickle derzeit auch einen neuen Autoinjektortypen, den Soldatinnen und Soldaten im Feld in ihrer Uniform mitführen sollen. Das neue Modell soll deutlich größer als bislang verfügbare Autoinjektoren sein, circa 15 Zentimeter lang und zwei bis drei Zentimeter dick.

Die Größenzunahme sei jedoch kein Nachteil: Die Uniform habe viele Taschen, um Ausrüstung körpernah zu verstauen. Im Verletzungsfall, womöglich unter Schock und mit kalten, zittrigen Händen, könnte es mitunter schwer sein, die bisherigen Modelle zu finden und korrekt zu bedienen.

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