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Pharma Deutschland 
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Appell an den Gesundheitsausschuss

In einem Treffen mit Tanja Machalet (SPD) vergangenen Freitag hat Pharma Deutschland einen engen Schulterschluss zwischen Politik und Industrie gefordert, um die Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln zu gewährleisten.
AutorKontaktPZ
Datum 27.05.2026  10:15 Uhr

Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, Tanja Machalet, hat sich am 22. Mai in Berlin mit Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Pharma Deutschland getroffen. Auch die Vorsitzende des Landesverbands Mitte, Gabriela Soskuty, sowie die Regionalbeauftragte West Nicole Westig waren bei dem Gespräch dabei.

Im Fokus des Austauschs standen die geplanten Maßnahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, der Pharma- und Medizintechnikdialog der Bundesregierung sowie Fragen der Krisenresilienz und Versorgungssicherheit. Wie Pharma Deutschland im Nachgang mitteilte, ordnete die rheinland-pfälzische Abgeordnete SPD-Politikerin die aktuelle politische Lage in ihrem Bundesland nach der Regierungsbildung ein. Im Rahmen des Wahlkampfs hatte die PZ seinerzeit mit Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) über die Apotheken vor Ort gesprochen.

Kritik am GKV-Spargesetz: Belastung statt Stärkung des Standorts

Beim Treffen machten die Vertreterinnen der Pharmaindustrie deutlich: »Zentrale Elemente des geplanten Spargesetzes laufen dem politischen Ziel einer Stärkung des Pharmastandorts Deutschland zuwider.« Insbesondere kleine und mittlere pharmazeutische Unternehmen würden durch die vorgesehenen Maßnahmen überproportional belastet.

Demnach würde die geplante Ausweitung des Preismoratoriums zu einer weiteren Erosion der Preisbasis führen und insbesondere generische sowie etablierte Arzneimittel unter Druck setzen. Im Ergebnis drohe sogar ein dauerhafter Marktrückzug essenzieller Versorgungsprodukte – etwa von Kinderarzneimitteln.

Auch der geplante dynamische Herstellerabschlag wurde kritisch bewertet: Er untergrabe die dringend benötigte Planungssicherheit, hemme Investitionen und erschwere den Marktzugang neuer Therapien – gerade in einem geopolitisch herausfordernden Umfeld, so der Verband. 

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