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Nordrhein-Westfalen

Apotheker sollen Corona-Impfstoffe doch nicht rekonstituieren

AVNR-Chef Preis zeigte gegenüber der PZ Verständnis für diese Kehrtwende. Laut Preis stehen die Apotheker aber weiterhin im Gespräch mit der Landespolitik. »Natürlich müssen die Stabilitätskriterien des Impfstoffs beachtet werden. Allerdings ist es durchaus möglich, dass die Politik zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf uns zukommt. Wir stehen mit dem Ministerium weiter im Gespräch. Wir signalisieren der Politik ganz klar, dass sie sich auf unsere Kompetenz verlassen kann bei der Bewältigung dieser wichtigen Aufgabe.«

Biontech hatte am Vortag in einer Pressekonferenz angegeben, vom Werk aus werde der Impfstoff gemeinsam mit Pfizer in speziellen Transportboxen bei minus 70 Grad Celsius an die Impfzentren ausgeliefert. So aufbewahrt seien der Impfstoff 30 Tage haltbar. Aufgetaut im Kühlschrank (2 bis 8 Grad) gelte eine Aufbrauchfrist von fünf Tagen. Nach Verdünnung auf die endgültige Konzentration müssten die fünf Dosen einer Ampulle innerhalb von sechs Stunden verimpft werden.

Die Impfstoffe von Astra-Zeneca und Moderna werden bereits in der endgültigen Konzentration in Mehrdosen-Ampullen geliefert, wie die Unternehmen der PZ auf Nachfrage mitteilten. Hier ist bis auf das Spritzenaufziehen kein zusätzlicher Schritt nötig.

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