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Tag der Apotheke
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Apotheken im Zentrum der Primärversorgung

Das Gesundheitssystem steht unter großem Druck: Der demografische Wandel und ein damit immens steigender Versorgungs- und Beratungsbedarf erfordern Reformen, um das System bezahlbar zu halten. Die Apotheken werden deshalb künftig mehr in die Primärversorgung eingebunden sein. Dazu gab die ABDA heute einen Überblick.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 03.06.2026  13:05 Uhr

Die stationären Apotheken gelten als wichtige Säule in der Gesundheitsversorgung. Neben der Arzneimittelversorgung bieten sie zahlreiche niedrigschwellige Angebote und pharmazeutische Dienstleistungen wie etwa Blutdruckmessung, erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation. Auch Impfungen etwa gegen Grippe sind in den Offizinen problemlos möglich. 

Mit dem nun beschlossenen Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) sollen die Apotheken weitere Verantwortung und Aufgaben übernehmen, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Dazu zählen unter anderem die eigenverantwortliche Akutversorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln unter bestimmten Bedingungen sowie weitere Leistungen in der Prävention.

Anlässlich des Tags der Apotheke, der jedes Jahr am 7. Juni stattfindet, gab ABDA-Präsident Thomas Preis heute einen Überblick darüber, wie die Apotheken künftig im Zuge der Apothekenreform mehr in die Versorgung eingebunden werden. So sollen sie etwa alle Impfungen mit Totimpfstoffen durchführen dürfen. Auch dürfen sie in bestimmten Fällen, etwa bei der Chronikerversorgung, Arzneimittel ohne ärztliche Verordnung abgeben. Zudem sind weitere pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) vorgesehen.

Folgende Leistungen sollen Apotheken demnach ab 2027 übernehmen:

Darüber hinaus sieht das ApoVWG auch diese neuen Leistungen für Apotheken vor:

Preis betonte, dass die Apotheken darüber hinaus noch weitere Aufgaben im Bereich Primärversorgung übernehmen wollen. Es gehe darum, das Gesundheitssystem stabil und zukunftsfähig zu halten. »Dazu möchten die Apotheken als wohnortnahe, niedrigschwellige und verlässliche Anlaufstelle entsprechend ihren Beitrag leisten«, so der ABDA-Präsident. Konkrete Punkte sind in einem heute präsentierten Positionspapier aufgeführt. Unter anderem sollten Apotheken bei der digitalen Ersteinschätzung von Erkrankungen eine wesentliche Rolle spielen, so Preis

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