Georg Kippels machte in diesem Zusammenhang deutlich: »Unsere Apotheken schaffen Versorgungssicherheit. Vor allem in der Krise zählt, wer vor Ort für die Menschen da ist.« Michael Kuck ergänzte: »Apotheken und Pharmagroßhandel bilden die Grundlage für Krisenresilienz und müssen in den Katastrophenschutz einbezogen werden. Dafür brauchen sie staatliche Förderung, gleichzeitig aber auch Handlungsspielraum, um im Ernstfall sofort reagieren zu können.«
Dies sei auch eine zentrale Aussage des Gutachtens. So liege die größte Stärke der Apotheke im Katastrophenfall in ihrer Erreichbarkeit und Dezentralität, erklärte die Noweda. »In allen Betrachtungen erweist sich das flächendeckende Netz der Apotheken als herausragender Beitrag zur Krisenresilienz in der Arzneimittelversorgung«, heißt es in dem Gutachten. »Ein dezentrales Versorgungskonzept stellt einen eigenen Wert dar, weil lokale Netzwerke nicht erst im Krisenfall aufgebaut werden müssen, sondern bereits bestehen.«