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Arzneimittelversorgung
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Ziemiak informiert sich bei Noweda

Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU in Nordrhein-Westfalen (NRW), besuchte die Noweda-Zentrale in Essen, um sich über die Rolle des pharmazeutischen Großhandels bei der Arzneimittelversorgung zu informieren. Auch die Stärkung der Vor-Ort-Apotheke spielte bei dem Termin eine zentrale Rolle.
AutorKontaktPZ
Datum 20.07.2026  11:45 Uhr

Ziemiak besuchte Anfang des Monats den Pharmagroßhändler aus Essen, wie Noweda mitteilte. Beim Austausch mit Noweda-Chef Michael Kuck und Vertriebsvorstand Udo Harneit kamen nach  Unternehmensangaben auch die wirtschaftliche Situation der Vor-Ort-Apotheken sowie der Belieferungsanspruch des Pharmagroßhandels zur Sprache.

Als Partner der Vor-Ort-Apotheken stehe Noweda für eine flächendeckende Arzneimittelversorgung. »Angesichts des Hausärztemangels steigt gerade im ländlichen Raum die Bedeutung der Apotheken als niedrigschwellige Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen«, betonte Kuck. Mit Blick auf das Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz sei es daher sinnvoll, die Kompetenzen der Apotheken zu nutzen und ihnen mehr Aufgaben zu übertragen. Dies könne allerdings nur gelingen, wenn sich auch die wirtschaftliche Situation der Apotheken verbessere. »Wir begrüßen daher, dass sich die CDU-Landesgruppe NRW klar dafür ausgesprochen hat, das flächendeckende Apothekennetz auszubauen und zu stärken.«

Dafür seien stabile und verlässliche Lieferketten bei Medikamenten erforderlich. Das unterstrich CDU-Politiker Paul Ziemiak: »Gerade im Bereich der Versorgung mit Arzneimitteln müssen Deutschland und Europa unabhängiger von globalen Lieferketten – gerade aus Asien – werden. Auch das ist eine Frage von nationaler Souveränität und Resilienz«.

Kritik an Umgehung des Großhandels durch Direktgeschäft

Vonseiten Noweda heißt es, als vollversorgender Großhandel sei das Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, einen Vorrat an Arzneimitteln für zwei Wochen bereitzuhalten. »Wir als Großhandel leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, nicht zuletzt zur Vorfinanzierung versorgungskritischer Arzneimittel«, so Udo Harneit. Stabile logistische Prozesse seien essenziell für die Versorgungssicherheit, gerade in Krisenzeiten. »Der Belieferungsanspruch des Großhandels gegenüber pharmazeutischen Unternehmen ist die Voraussetzung dafür«, so Harneit.

Die zunehmende Umgehung des Großhandels durch das Direktgeschäft von Arzneimittelherstellern bewertet der Noweda-Vorstand nach eigenen Angaben daher kritisch. »Stabile logistische Prozesse sind essenziell für die Versorgungssicherheit, gerade in Krisenzeiten. Der Belieferungsanspruch des Großhandels gegenüber pharmazeutischen Unternehmen ist die Voraussetzung dafür«, so Harneit.

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