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Ab kommender Woche

Alle Covid-19-Impfstoff-Bestellungen an einem Tag

Abgeschafft werden auch die gesonderten PZN für Bestellungen der Betriebsärzte. Sie ordern in Zukunft über die gleichen Nummern wie Vertrags- und Privatmediziner sowie Klinikärzte: Comirnaty (17377588 COMIRNATY BIONTECH BUND), Vaxzevria (17377625 VAXZEVRIA ASTRAZENECA BUND), Vaccine Janssen (17377648 COVID19 VACCINE JANSSEN BUND), Spikevax (17377602 SPIKEVAX MODERNA BUND). Andere PZN gelten hingegen für Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Impfzentren und ihre mobilen Teams: Comirnaty (17755286 COMIRNATY BIONTECH BUND OEGD), Vaxzevria (17755323 VAXZEVRIA ASTRAZENECA BUND OEGD), Vaccine Janssen (17755731 COVID19 VACCINE JANSSEN BUND OEGD), Spikevax (17755240 SPIKEVAX MODERNA BUND OEGD).

Grundsätzlich sind die Bestellungen immer Arztgebunden. Dabei sollten niedergelassene Mediziner wie bislang auch Impfstoffe stets in ihrer Bezugsapotheken ordern, die sie auch sonst mit Praxisbedarf versorgt. Gleiches gilt auch für Betriebsärzte, wobei sie nach Absprache auch eine Apotheke in räumlicher Nähe ihres Einsatzortes wählen können. Ärzte in Kliniken sollen in der zuständigen Krankenhaus- oder aber klinikversorgenden Offizin bestellen. Amtsärzte, Impfzentren und ihre Teams sollten sich an eine nahegelegene Apotheke wenden.

Ärzte müssen Impfzubehör gesondert bestellen

Wie bislang auch müssen die Apotheken eine umfangreiche Begleitdokumentation mit den Impfstoffen ausliefern. Die ABDA empfiehlt den Offizinen, darin auf eine Besonderheit zur Haltbarkeit hinzuweisen. Denn: Am 13. September hat die EU nach Aussage der Bundesvereinigung die Haltbarkeit von ultratiefgekühltem Comirnaty genehmigt. Statt wie bislang sechs sind die Vials demnach nun neun Monate lang verwendbar. Das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum verlängert sich damit automatisch um drei Monate.

Eine große Umstellung wird es darüber hinaus auch beim Impfzubehör geben. Das wird bislang automatisch vom Großhandel mitgeliefert, ab KW 40 greift dieses System allerdings nicht mehr. Die Kosten für die Materialien soll zwar nach wie vor der Bund tragen, allerdings müssen die Ärzte etwa Kanülen separat bestellen. Das betrifft bereits die Aufträge, die am kommenden Dienstag für KW 40 rausgehen werden. Offenbar gibt es allerdings noch Klärungsbedarf in diesem Punkt. So würden die Details »derzeit zwischen dem BMG und den Beteiligten abgestimmt«, heißt es bei der ABDA. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zeigt sich verärgert über die fehlenden Informationen. So habe man zusammen mit Großhändlern und Apotheken beim Ministerium auf eine Verschiebung der Umstellung gedrängt, um sich besser vorbereiten zu können, hieß es. »Ständige kurzfristige Änderungen im Bestellprozess belasten die Praxen unnötig zusätzlich«, kritisierte KBV-Chef Andreas Gassen.

 

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