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Protest gegen GKV-Spargesetz
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Ärzte drohen mit 4-Tage-Woche und Praxisschließungen

Das geplante Spargesetz soll die Finanzen der strauchelnden Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stabilisieren, stößt aber von allen Seiten auf scharfen Widerstand. Der Spitzenverband der Fachärztinnen und -ärzte droht jetzt mit einer deutlichen Reduzierung des Leistungsangebots.
AutorKontaktPZ
Datum 30.06.2026  17:20 Uhr
KBV warnt vor 46 Millionen Behandlungsfällen weniger

KBV warnt vor 46 Millionen Behandlungsfällen weniger

Auch andere Ärztevertreter laufen Sturm gegen die geplanten Sparmaßnahmen und warnen vor weniger verfügbaren Terminen. »Wenn das Gesetz so kommt, werden die Niedergelassenen ihr Leistungsangebot schlicht und ergreifend an die verfügbaren GKV-Einnahmen anpassen müssen, um überhaupt noch wirtschaftlich arbeiten zu können«, sagt etwa Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Angesichts der sich verschlechternden Rahmenbedingungen sei außerdem damit zu rechnen, dass ältere Ärztinnen und Ärzte vorzeitig in den Ruhestand gehen.

Gassen erklärt, dass keine Praxis umsonst arbeiten müsse. »Auf eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik kann nur ein einnahmenorientiertes Leistungsangebot folgen«, sagt der KBV-Chef und fügt hinzu: »Wenn die Politik das so will, setzen wir das um.« Nach Berechnungen der KBV könnten allein im kommenden Jahr mindestens 46 Millionen Behandlungsfälle wegfallen, weil für sie kein Geld da sei.

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