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Husten

Abwarten ist keine Therapieoption

Liegt eine Covid 19-Infektion oder nur ein banaler akuter Atemwegsinfekt vor? »Seit Monaten werden wir Apotheker von Betroffenen oder Angehörigen mit dieser Frage konfrontiert«, berichtete Steffen Kuhnert, Apothekeninhaber aus Köln, aus seinem Praxisalltag. »Für uns besteht die größte Herausforderung derzeit darin, durch gezielte Fragen in Anlehnung an die diesbezüglichen Hinweise des RKIs einen normalen Atemwegsinfekt von einer Corona-Infektion so gut es geht abzugrenzen, um darauf basierend die besten, teils auch ergänzenden Therapie- und Handlungsoptionen zu finden und zu empfehlen«, sagte er.

»Covid-19 hat unsere Beratungsfunktion deutlich gestärkt, nicht zuletzt auch, weil viele Patienten aus Angst vor Ansteckung den Gang zum Arzt scheuen und gleich Rat in der Apotheke suchen«, so Kuhnert weiter. Oft gehe es auch darum, den Patienten angesichts der aktuellen Pandemie-Lage überbordende Befürchtungen zu nehmen.

»Liegen Erkältungssymptome wie zum Beispiel Husten vor, so muss es nicht gleich Covid-19 sein. Und selbst wenn, heißt das nicht, dass eine schwerer Krankheitsverlauf droht«, unterstrich Sandow. Da Symptome wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit von Beginn an stets evidenzbasiert und leitliniengemäß therapiert werden sollten, sei die kompetente Beratung in der Apotheke wichtiger denn je.

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