| Laura Rudolph |
| 16.07.2026 14:00 Uhr |
Dass dieses Modell funktioniert, schreibt sie nicht zuletzt ihrer Familie zu. Nach einer Studienpause aufgrund ihrer Zeit in der 1. Frauen-Bundesliga zog sie wieder nach Frankfurt. Ihre Eltern unterstützen sie bis heute und sitzen, wenn möglich, auch auf der Tribüne zum Anfeuern. »Meine Eltern halten mir echt den Rücken frei«, sagt Bathmann. »Ich glaube, ohne sie hätte ich das nicht in dieser Form geschafft.«
Ihre Geschichte erzählt zugleich etwas über die Realität vieler Fußballerinnen in Deutschland. Auch in der Bundesliga können sich längst nicht alle Spielerinnen ausschließlich auf den Sport konzentrieren. Viele studieren, arbeiten zumindest in Teilzeit oder absolvieren eine Ausbildung, schildert Bathmann. Zwar könne man in der höchsten Spielklasse grundsätzlich vom Fußball leben, die Unterschiede zwischen etablierten Spitzenvereinen und Aufsteigern seien allerdings weiterhin groß.
Wie es nach dem Studium weitergeht, weiß die 23-Jährige noch nicht genau. Sie denke darüber nach, zunächst in Teilzeit in der Apotheke zu arbeiten, während sie weiter Fußball spielt. Festgelegt hat sie sich aber noch nicht. Derzeit steht ohnehin etwas anderes im Vordergrund: die Bundesliga-Premiere mit dem FSV Mainz 05 und der nahende Abschluss des Studiums. Dass sie beides gleichzeitig meistert, erscheint ihr selbst manchmal erstaunlich. »Ich finde es immer noch krass, dass ich jetzt im achten Semester bin«, sagt sie.
Viel spricht dafür, dass ihr die Fähigkeiten, die sie auf dem Fußballplatz braucht, auch im Studium helfen: Disziplin, Ausdauer und die Bereitschaft, sich immer wieder neu zu organisieren. Eigenschaften, die in beiden Feldern täglich gefragt sind.