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Kleinzelliger Lungenkrebs
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Zwei neue Wirkstoffe vor der Zulassung

Der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelbehörde EMA hat im Falle von zwei neuen Wirkstoffen dafür plädiert, sie beim kleinzelligen Lungenkrebs zuzulassen. Es handelt sich zum einen um einen Antikörper, zum anderen um ein Alkylans.
AutorKontaktSven Siebenand
Datum 27.03.2026  18:00 Uhr

Onkologie aus dem Meer

Der zweite neue Wirkstoff, der beim ES-SCLC zur Zulassung vorgeschlagen wurde, ist Lurbinectedin (Zepzelca®, Pharma Mar). Der zu infundierende Arzneistoff soll in Kombination mit Atezolizumab für die Erhaltungstherapie bei erwachsenen ES-SCLC-Patienten, deren Erkrankung nach einer Erstlinien-Induktionstherapie mit Atezolizumab, Carboplatin und Etoposid nicht fortgeschritten ist, zum Einsatz kommen.

Lurbinectedin ist ein Analogon der marinen Verbindung ET-736, die aus der Seescheide Ecteinascidia turbinata isoliert wurde. Lurbinectedin wirkt als Zellgift und gehört zur Gruppe der Alkylanzien. Es bindet an CG-reiche DNA-Sequenzen. Es handelt sich insgesamt um einen selektiven Inhibitor der onkogenen Transkriptionsprogramme, von denen viele Tumoren besonders abhängig sind. Neben seiner Wirkung auf Krebszellen hemmt Lurbinectedin die onkogene Transkription in tumorassoziierten Makrophagen und reguliert so die Produktion von Zytokinen herunter, die für das Wachstum des Tumors unerlässlich sind.

Die Vorteile von Zepzelca als Erhaltungstherapie in Kombination mit Atezolizumab bei Patienten mit ES-SCLC, deren Erkrankung nach der Induktionstherapie nicht fortgeschritten war, bestehen in einem verbesserten progressionsfreien Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zur Erhaltungstherapie mit Atezolizumab allein. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Müdigkeit, Anämie, Thrombozytopenie und Neutropenie.

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