| Barbara Döring |
| 17.07.2026 13:00 Uhr |
Der neue LAV-Geschäftsführer Frank Dambacher, der die Geschäftsstelle zum 1. Februar 2026 übernommen hatte, stellte den Jahresabschluss 2025 vor und legte die Entwicklung der Betriebsstätten in Baden-Württemberg dar. Die Zahl der Apotheken betrug im Jahr 2025 genau 2090 gegenüber 2157 in 2024. In den letzten zehn Jahren haben 457 Apotheken die Türen geschlossen: ein Rückgang um 17,9 Prozent. Die Haushaltsplanung 2026/27 wurde mit einer Enthaltung und ohne Gegenstimme angenommen.
Dambacher erläuterte weiterhin die Retax-Bilanz der Abteilung Taxation des LAV für das Jahr 2025. Seit Kündigung der Hilfstaxe im Jahr 2024 habe die Zahl der Retaxationen und der geprüften Rezepte einen Höchststand erreicht, vor allem wegen strittiger Retaxationen im Bereich Rezepturen. Durch das Urteil des Bundessozialgerichts im November 2025 war die Taxation von Rezepturen eindeutig zugunsten der Apothekerschaft geklärt worden. Durch die Regelungen des ALBVVG sind die Retaxationsbeträge deutlich gesunken, so Dambacher. Einzelne Kassen bestünden jedoch darauf, selbst bei geringen Beträgen wie der Lieferengpass-Pauschale von 60 Cent brutto den Retaxationsprozess zu durchlaufen.
Die Abteilung Taxation hatte dadurch einen erheblichen Mehraufwand. Die LAV-Expertinnen konnten jedoch 982.023 Euro ungerechtfertigter Retaxationen für die LAV-Mitglieder zurückholen. Die Bilanz zeige die Bedeutung dieser Serviceleistung des Verbands und einer konsequenten Interessenvertretung für die Mitglieder, so der Geschäftsführer.