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Hypertonie
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Woher kommt Bluthochdruck?

Bis zu 30 Millionen Menschen in Deutschland haben zu hohe Blutdruckwerte. Woran es liegt, warum es ein Problem ist und was man selbst dagegen tun kann.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 16.05.2025  16:00 Uhr

Warum ist erhöhter Blutdruck überhaupt ein Problem?

Allgemein gilt bei Bluthochdruck: Wer nichts dagegen unternimmt, steigert das Risiko für weitere Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Weil der Herzmuskel gegen einen zu hohen Widerstand arbeitet, verdickt er sich mit der Zeit – vor allem an der linken Herzkammer. »Man könnte ja denken, das ist toll, dickere Muskeln bedeuten doch mehr Kraft«, sagt Radke. So ist es aber nicht: Dadurch dass der Muskel auf Dauer an Dicke gewinnt, bekommt er Probleme beim Erschlaffen. Die Folge: Blut und Wasser stauen sich zurück, können in die Lunge gelangen und auf Dauer zu einer Herzschwäche führen. Und: Weil das Herz mehr gefordert ist, erschöpft es auf Dauer.

Durch den höheren Druck im System nehmen mit der Zeit zudem die Gefäße Schaden, »dann wird zum Beispiel die Durchblutung der Niere schlechter oder es entstehen Augenprobleme«, sagt Radke. Ein hoher Blutdruck kann so auf Dauer ernste Folgeerkrankungen mit sich bringen. »Es gibt zwei große Risiken, die Patienten direkt über den Bluthochdruck mittragen: Das sind die Herzschwäche und der Schlaganfall«, warnt der Kardiologe. Deshalb sei wichtig, dass Bluthochdruck rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Im besten Falle wird der Bluthochdruck aber schon entdeckt, bevor er Probleme bereitet – etwa beim Durchchecken in der Arztpraxis. Die nationale Versorgungsleitlinie, an der sich unter anderem Hausärzte orientieren, sieht vor, dass ab einem Alter von 40 Jahren mindestens einmal im Jahr der Blutdruck gemessen werden sollte. Wer mindestens ein blutdrucksenkendes Mittel dauerhaft einnehmen muss, kann sich zudem einmal im Jahr den Blutdruck in der Apotheke im Rahmen der pharmazeutischen Dienstleistungen kontrollieren lassen. Die Kosten übernehmen dann die Krankenkassen.

Aktuelles zur medikamentösen Therapie und was Apotheker darüber wissen sollten, lesen Sie hier.

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