Die Studie hebt zudem die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Apothekennetzes hervor. Demnach konnten durch die Behandlungen, die von den Apotheken im Jahr 2024/25 erbracht wurden, mehr als 1500 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden, vor allem durch die Reduzierung von Fahrten zu Einrichtungen des SNS.
Die portugiesische Nichtregierungsorganisation Valormed kommt zudem zu dem Ergebnis, dass durch die Sammlung von 1262 Tonnen Arzneimittel- und Verpackungsabfällen zusätzlich 436 Tonnen CO₂ eingespart werden konnten. Das Valormed-System ist für das landesweite Recycling und die Entsorgung von abgelaufenen Medikamenten und Arzneimittelverpackungen zuständig.
Doch Apotheken haben auch eine soziale Funktion. Laut der Studie der Nova SBE sorgen Nachbarschaftsprogramme in Apotheken für mehr als 150.000 Interaktionen mit der Bevölkerung pro Jahr. Ein Beispiel ist das Programm »abem:«, das im Jahr 2025 mehr als 16.000 bedürftige Menschen unterstützt hat. Apotheken sollen außerdem dazu beitragen, HIV, Hepatitis B und C schneller zu erkennen und zu behandeln.