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Heimreise der Hondius-Passagiere
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Wie wird die Verbreitung des Hantavirus verhindert?

122 Menschen haben das von Infektionen mit dem Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff »Hondius« unter strengen Sicherheitsmaßnahmen verlassen und kehren in ihre Heimatländer zurück. Wie sehen die Schutzmaßnahmen dort aus?
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 12.05.2026  15:00 Uhr
Wie wird die Verbreitung des Hantavirus verhindert?

Von den etwa 150 Passagieren und Crewmitgliedern des Kreuzfahrtschiffs »Hondius«, die von einem Hantavirusausbruch an Bord überrascht wurden, sind die allermeisten schon auf dem Weg in ihre Heimatländer oder dort bereits angekommen. Die Passagiere stammen aus insgesamt 23 Ländern. Die Ausschiffung der Passagiere und Besatzungsmitglieder sei abgeschlossen worden, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Eine letzte Gruppe von 28 Menschen verließ das Schiff unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Sie wurden am Abend mit zwei Maschinen Richtung Eindhoven ausgeflogen, wie im spanischen TV-Sender RTVE zu sehen war.

Mit welchen Sicherheitsvorkehrungen die heimkehrenden Personen behandelt werden, hängt vom jeweiligen Herkunftsland ab. »Es ist sozusagen ein Echtzeit-Experiment, das sich direkt vor unseren Augen abspielt«, sagte Professor Dr. Vaithi Arumugaswami, Molekularvirologe an der University of California in Los Angeles, gegenüber dem Nachrichtenportal des Fachjournals »Nature«

Der Artikel gibt eine Übersicht über die verschiedenen Maßnahmen. Demnach müssen sich Passagiere aus Spanien in eine einwöchige angeordnete Quarantäne in einem Militärkrankenhaus begeben, die gegebenenfalls verlängert wird. Heimkehrende in die USA werden bei der Ankunft am Medical Center der University of Nebraska in Omaha untersucht und können sich danach dort oder in ihrem Zuhause für 42 Tage in Quarantäne begeben. Passagiere aus Großbritannien werden für 72 Stunden in einer Klinik überwacht, bevor sie sich für 45 Tage entweder in ihrem Zuhause oder in einer Klinik in Isolation begeben müssen.

Die Situation in Deutschland

Eine ähnliche Vorgehensweise gibt es auch bei den vier deutschen Passagieren, die das Schiff verlassen haben und bisher im Uniklinikum Frankfurt am Main überwacht wurden. Sie werden jetzt nach dpa-Angaben in ihre Heimatbundesländer gebracht – jeweils eine Person nach Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen. Die Personen aus Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen werden sich in häusliche Quarantäne begeben, die von den zuständigen Gesundheitsämtern engmaschig überwacht werde. Der Bayerische Passagier befindet sich in der München Klinik Schwabing in Isolation.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat sechs Wochen für Kontaktpersonen ohne Symptome vorgegeben. Falls eine Person in diesem Zeitraum erkranken sollte, stünden die Zentren des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) mit Sonderisolierstationen bereit, in denen Patienten nach besten medizinischen Standards und sicher behandelt werden können, informiert das RKI.

Die lange Quarantäne ist notwendig, da die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Einsetzen von Symptomen, bei Hantaviren sehr lang sein kann. Sie liegt üblicherweise bei zwei bis vier Wochen, kann in Ausnahmefällen auch fünf Tage oder 60 Tage betragen (siehe Steckbrief Hantaviren).

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