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Bundibugyo-Ebolavirus
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Wie weit ist die Impfstoffforschung?

Der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo wird von dem seltenen Bundibugyo-Ebolavirus verursacht. Gegen dieses gibt es bislang keinen Impfstoff, die Arbeiten daran laufen aber.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 19.05.2026  18:00 Uhr

Ansätze auf Vektorbasis

Zudem gibt es auch Ansätze, das Prinzip von Ervebo für das Bundibugyo-Virus anzuwenden. So arbeiten Wissenschaftler der University of Texas in Galveston an einem BDBV-Impfstoff, der wie der Zaire-Virus-Impfstoff auf einem abgeschwächten, rekombinanten Vesikulären Stomatitis-Virus (rVSV) basiert, das so verändert wurde, dass es ein Protein des Ebola-Virus produziert. In ersten Untersuchungen mit wenigen Makaken zeigte ein solcher VSVΔG/BDBV-GP-Impfstoff eine hohe Schutzrate.

Das Team aus Texas testete bereits auch einen mutivalenten rVSV-Impfstoff, der gegen die drei Ebolaviren Zaire, Sudan und Bundibugyo und das eng verwandte Marburgvirus schützen soll. Auch dieser Impfstoffkandidat wurde bereits bei Affen erfolgreich getestet

Kreuzschutz durch Zaire-Ebola-Impfstoff?

Ob und welcher Impfstoff in dem aktuellen Ausbruchsgeschehen – im Rahmen von klinischen Studien – noch zum Einsatz kommen könnte, ist schwierig abzuschätzen. Laut der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) liefern Studien an nicht menschlichen Primaten begrenzte Hinweise darauf, dass Ervebo möglicherweise einen gewissen Kreuzschutz gegen das Bundibugyo-Virus bieten könnte. »Da jedoch nur begrenzte Daten aus Studien am Menschen vorliegen, können Wissenschaftler nicht sagen, ob er bei diesem Ausbruch beim Menschen Schutz bieten würde«, heißt es in einer Mitteilung von CEPI.

Die Organisation arbeite zügig mit Partnern wie Africa CDC, der Weltgesundheitsorganisation und nationalen Behörden zusammen, um Möglichkeiten zu identifizieren, die Impfstoffentwicklung im Rahmen der national und regional geleiteten Maßnahmen gegen den Ausbruch rasch voranzutreiben.

Die WHO prüfe derzeit Optionen, um die Wirksamkeit von Impfstoffkandidaten in klinischen Studien zu untersuchen, berichtet Dr. Torsten Feldt, Zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit, gegenüber dem Science Media Center. »Hier könnte auch das Medikament Remdesivir eine Rolle spielen, das als unspezifische Therapie bei vorherigen Ausbrüchen zum Einsatz kam.«

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