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Ebola
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Wie Patienten auf Isolierstationen behandelt werden

Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.
AutorKontaktdpa
Datum 13.07.2026  13:00 Uhr

Wie schützt sich das medizinische Personal?

Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte betreten die isolierten Bereiche immer in speziellen Ganzkörper-Schutzanzügen, inklusive einer Art Helm, Fußteilen und Handschuhen. Dazu gehört auch ein integriertes Gebläse-Luftfiltersystem. Das An- und Ausziehen kann laut Bundesgesundheitsministerium etwa 20 Minuten dauern.

Fachleute der Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf demonstrierten kürzlich das Prozedere, bei dem auf einen Besuch des Patientenzimmers eine Dekontaminationsdusche folgt. Dabei wird nicht nur mit Essigsäure desinfiziert, sondern auch noch händisch mit einer Bürste in allen Falten des Anzugs von oben bis unten geschrubbt. Anschließend wird der Einmalanzug aufgeschnitten und entsorgt.

Weil die Arbeit in diesen gelben Anzügen so anstrengend ist, dürfen die Fachleute laut Feldt maximal zwei Stunden darin arbeiten. Dann wird gewechselt.

Wo in Deutschland gibt es Sonderisolierstationen?

Insgesamt gibt es sieben davon – in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart. Sie sind von überall in der Bundesrepublik auf dem Landweg innerhalb von wenigen Stunden erreichbar.

Die Kapazität ist unterschiedlich. In Düsseldorf können nach dortigen Angaben maximal drei Patienten mit der gleichen Krankheit behandelt werden, in der Berliner Charité sind es bis zu 20 Personen – das ist die größte Station. Insgesamt liegt die Kapazität im mittleren zweistelligen Bereich.

Sind diese Sonderisolierstationen immer aktiv?

Nein, sie werden nur aktiviert, wenn es einen entsprechenden Verdachtsfall gibt, wie Feldt erklärt. »Das Wichtigste dabei ist, das Team zusammenzutrommeln, denn die Personalstärke, die für die Versorgung der Patientinnen und Patienten benötigt wird, ist doch beträchtlich.« Für einen Patienten seien etwa 50 Fachleute nötig, da die Teams im Schichtsystem arbeiten müssten.

Im normalen Alltag sei die Sonderisolierstation bei ihm im Klinikum eine Infektionsstation, erläutert Feldt – das bedeute, dass alle Betten mit infektiösen Patienten belegt seien. Diese müssten erst einmal verlegt werden, entweder innerhalb des Hauses oder in andere Krankenhäuser. »Die Vorbereitung nach der Alarmierung dauert etwa vier Stunden – manchmal geht es etwas schneller.«

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