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Ebola
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Wie Patienten auf Isolierstationen behandelt werden

Rund 50 Fachleute sind nötig, um einen einzigen Ebola-Patienten in einer Klinik in Deutschland zu versorgen. Die Arbeit mit Schutzanzügen ist wahnsinnig komplex. Fehler dürfen nicht passieren.
AutorKontaktdpa
Datum 13.07.2026  13:00 Uhr

Höchste Sicherheitsstandards sind nötig, wenn Patienten mit gefährlichen Erregern wie Ebola in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Nur wenige Gesundheitszentren in Deutschland sind darauf vorbereitet. Im Mai nahm die Berliner Charité einen Ebola-Patienten in ihrer Sonderisolierstation auf, nun wird ein weiterer Fall in der Uniklinik in Frankfurt am Main behandelt.

Bei dem Patienten handelt es sich um einen US-Bürger. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte zuvor mitgeteilt, dass ein US-Staatsbürger betroffen sei, der für eine humanitäre Organisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeite und positiv auf die Bundibugyo-Variante des Virus getestet worden sei.

Die Person weise »entsprechende Krankheitssymptome« auf. Der Transport sei reibungslos verlaufen, sagte Dr. Timo Wolf, Leiter der Sonderisolierstation für hochpathogene Infektionserreger an der Universitätsmedizin Frankfurt. »Der Zustand der Person ist derzeit stabil.«

Wie arbeitet eine solche Sonderisolierstation?

Stationen dieser Art sind vom regulären Klinikbetrieb getrennt, sodass Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten ausgeschlossen werden kann. Verhindert werden nicht nur direkte Begegnungen – auch die Raumluft, das Wasser und sogar der Müll werden strikt getrennt, wie das Bundesgesundheitsministerium informiert.

»Entscheidend ist, dass kein Risiko für die Bevölkerung besteht und auch nicht für die Mitarbeitenden«, erklärt Oberarzt Professor Dr. Torsten Feldt, Leiter des Bereichs Tropenmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf. Aus den Sonderisolierstationen in Deutschland sei »noch kein Erreger entkommen«.

Das Abwasser des Patienten wird – je nach Station – in speziellen Tanks gesammelt, aufbereitet und neutralisiert. Müll wie die gebrauchten Schutzanzüge wird getrennt gesammelt und durch ein spezialisiertes Unternehmen sicher entsorgt.

In den Räumen herrscht außerdem Unterdruck, damit beim Öffnen der Türen oder bei kleinen Lecks die Luft in die Station hineingesogen wird und nicht entweicht – so können auch die Krankheitserreger nicht nach außen dringen. Hinzu kommen besondere Filteranlagen: »Die Luft wird, bevor sie wieder in die Umwelt abgegeben wird, mit einem Hochleistungsfilter gefiltert«, erklärt Feldt.

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