»Das ist ein extrem seltenes Ereignis, das kommt alle Jahre einmal vor«, sagt der Tropenmediziner. In Düsseldorf seien bisher noch keine viral hämorrhagischen Fieber wie Ebola oder Lassa behandelt worden, aber 2016 mehrere Lassa-Verdachtsfälle. In jüngster Vergangenheit befand sich dort auch eine Kontaktperson jener Menschen, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff »Hondius« mit dem Hantavirus infiziert hatten.
Auf der Sonderisolierstation in Frankfurt am Main hat man Erfahrung mit hämorrhagischem Fieber: »Wir haben hier mehrere Patienten mit der SARS-Erkrankung, dem Lassa-Fieber sowie einen mit dem Ebolavirus infizierten Patienten erfolgreich behandelt«, heißt es auf der Webseite. Im Jahr 2014 waren schon einmal drei Ebola-Patienten aus Afrika nach Deutschland geflogen worden.
Die USA haben die Bundesregierung bereits in der Vergangenheit um Hilfe bei der Behandlung eines mit Ebola infizierten US-Staatsbürgers gebeten, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite mitteilt. Als Grund nennt das Ministerium die im Vergleich zum Reiseziel USA kürzere Flugzeit vom Kongo nach Deutschland sowie die vorhandene medizinische Infrastruktur.
Neben den sieben Sonderisolierstationen gibt es auch das bundesweite Expertennetzwerk Stakob, das auf die Behandlung von Patienten mit hochpathogenen Erregern spezialisiert ist.