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Computer-Algorithmus

Wie können illegale Online-Apotheken identifiziert werden?

Sie sind gefährlich: Illegale Versandapotheken, die gepanschte oder falsch dosierte Medikamente an die Kunden verschicken, sind oft gut getarnt als scheinbar seriöse Online-Apotheken. Forscher der Pennsylvania State University haben nun einen Algorithmus entwickelt, der die Fake-Apotheken enttarnen und die Apothekenkunden schützen soll.
Charlotte Kurz
07.09.2020  10:30 Uhr

Weltweit existieren ungefähr 32.000 bis 35.000 Internetapotheken. Diese Zahl nennen Forscher der Pennsylvania State University in den USA. Darunter sind demnach viele illegale Online-Apotheken, die für den Kunden häufig als solche nicht einfach zu erkennen sind. Diese Fake-Apotheken sind vor allem aus zwei Gründen gefährlich: Zum einen verkaufen sie nicht zugelassene oder gefälschte Medikamente, deren Inhalt oft nicht mit der Packungsbeilage übereinstimmt. Oder sie geben Arzneimittel mit falschen, meist reduzierten Dosierungen ab, um den eigenen Profit zu maximieren. Dass diese Praktiken gefährlich sind, ist unumstritten. Die US-Wissenschaftler der Pennsylvania State University haben jetzt versucht, mithilfe der Analyse von Datenverkehr auf den Websites von Online-Apotheken herauszufinden, wie illegale von seriösen Online-Apotheken unterschieden werden können.

Dabei untersuchten die drei Forscher Hui Zhao, Sowmyasri Muthupandi und Soundar Kumara wie Kunden auf die jeweiligen Websites gelangen. Demnach werden legale Versandapotheken im Durchschnitt zu 42,5 Prozent auf direktem Weg besucht, das heißt der Link wird direkt in die URL-Leiste eingetippt. Wiederum gelangt aber immerhin ein Drittel aller Kunden auch direkt auf die Website einer illegalen Apotheke (34,3 Prozent). Diese hohe Zahl erklären die Forscher damit, dass es einige Kunden gibt, die bereits Erfahrungen mit einer Fake-Apotheke gemacht haben und erneut dort einkaufen, ohne sich über die Risiken bewusst zu sein.

Allerdings schneiden die illegalen Versandapotheken bei anderen Kennzahlen besser ab als die regulären Online-Apotheken. Bei der Suche über Suchmaschinen wie Google landen durchschnittlich 39,3 Prozent der Kunden bei gefälschten Apotheken, bei den legalen Anbietern sind es nur 36,3 Prozent. Auch über die Weiterleitung von einer anderen Website erzielen die illegalen Apotheken einen Datenverkehr von 21,7 Prozent im Gegensatz zu 17,7 Prozent bei den seriösen Apotheken.

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