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Fallbericht

Wie eine Vitamin-D-Überdosis schädigt

Vitamin-D-Überdosierung Kein Einzelfall

Vitamin-D-Überdosierung Kein Einzelfall

Weltweit gebe es einen Trend zur Hypervitaminose D, wobei Frauen, Kinder und operierte Patienten das höchste Risiko hätten, schreiben die Autoren. Aufgrund des langsamen Abbaus der Substanz (die Halbwertszeit beträgt zwei Monate), könnten die Symptome einer Überdosierung mit Vitamin D über Wochen anhalten. Eine ganze Bandbreite von Beschwerden könnten hierbei auftreten. Sie reichten von Benommenheit, Verwirrung, Apathie, Psychosen, Depression über Anorexie, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung und Pankreatitis bis hin zu Bluthochdruck, Herz-Rhythmus-Störungen, Nierenfunktionsstörungen und Nierenversagen.

Obwohl ansteigend, sei die Zahl solcher Überdosierungen insgesamt noch recht gering, schreiben die Autoren. Trotzdem sei die Einnahme von Vitaminsupplementen beliebt und deren Risiken weitgehend unbekannt. Der Fallbericht zeige, dass sichere Produkte schädigen könnten, wenn sie in unsicheren Dosierungen oder in unsicheren Kombinationen eingenommen würden.

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