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LAV Niedersachsen
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»Widersprüchliches Vorgehen erschüttert Vertrauen«

Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) kritisiert die Verabschiedung des GKV-Spargesetzes scharf.  Die darin vorgesehene Erhöhung des Kassenabschlags sei ein unverständliches politisches Signal, das das  Apothekensterben weiter vorantreibt.
AutorKontaktPZ
Datum 13.07.2026  12:00 Uhr

Mit der im Spargesetz verankerten Erhöhung des Kassenabschlages würden die ohnehin wirtschaftlich stark belasteten Apotheken erneut zusätzlich unter Druck gesetzt. Der LAV warnt deshalb vor weiteren Apothekenschließungen und den negativen Folgen für die wohnortnahe Arzneimittelversorgung der Bevölkerung.

»Mit diesem Gesetz setzt die Politik die wirtschaftlich bereits angeschlagenen Apotheken erneut unter erheblichen Druck«, erklärt Frank Germeshausen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des LAV. »Weitere Apothekenschließungen mit spürbaren Auswirkungen auf die wohnortnahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung werden die Folge sein.«

»Folgen werden Patienten spüren«

Der Vizevorstandsvorsitzende spricht von einem unverständlichen politischen Signal: »Vor wenigen Tagen hat die Bundesregierung nach mehr als 13 Jahren eine längst überfällige Honorarerhöhung für Apotheken auf den Weg gebracht. Mit der Entscheidung zum GKV-Spargesetz wird ein erheblicher Teil dieser so dringend notwendigen Stärkung wieder zurückgenommen«, so Germeshausen. »Was ist das für eine Politik, die erst die Apotheken stärkt, um sie dann wieder zu schwächen? Dieses widersprüchliche Vorgehen erschüttert das Vertrauen der Apothekeninhaberinnen und -inhaber in eine verlässliche Gesundheitspolitik.«

Germeshausen weiter: »Die Politik verschärft mit ihrem ›Ja‹ zum GKV-Spargesetz die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken erneut und treibt das Apothekensterben weiter voran. Die Folgen werden die Patientinnen und Patienten unmittelbar spüren.«

Längere Wege zur nächsten Apotheke, eine schlechtere Erreichbarkeit und eine zunehmende Ausdünnung der wohnortnahen Versorgung seien absehbar. »Wer die Apotheken einerseits als unverzichtbaren Bestandteil der Gesundheitsversorgung bezeichnet, sie kurzfristig finanziell stärkt, ihnen dann aber finanzielle Mittel wieder entzieht, gefährdet nicht nur die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, sondern verliert zugleich seine (gesundheits-)politische Glaubwürdigkeit.«

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