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Koalitionsverhandlungen

Wer verhandelt Gesundheit?

Die SPD schickt laut einer AG-Aufstellung, die der PZ vorliegt, Katja Pähle, Ronja Endres, Karl Lauterbach und Daniela Behrens für die Gesundheitsthemen ins Rennen. Pähle ist Landtagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt und seit 2017 Mitglied im SPD-Parteivorstand. Sie studierte Psychologie und arbeitete einige Jahre im Sozialministerium in Sachsen-Anhalt unter anderem im Gesundheitsbereich. Pähle soll für die Sozialdemokraten in der Gesundheits-AG den Vorsitz übernehmen. Ronja Endres ist Chemielaborantin und Vorsitzende der Bayern-SPD. Und der Arzt und Gesundheitsökonom Lauterbach sitzt schon viele Jahre im Bundestag. In der Coronavirus-Pandemie ist er durch seine gesundheitspolitischen und oftmals kritischen Einschätzungen aufgefallen. Die vierte im Team ist Daniela Behrens, die seit März 2021 Gesundheitsministerin in Niedersachsen ist. Eigentlich sollte die Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas mit an Bord des Gesundheitsteams der Sozialdemokraten sein, allerdings soll sie das Amt der Bundestagspräsidentin bekleiden und wurde deshalb kurzfristig mit Endres ersetzt.

Für die Grünen werden laut Information der Partei Maria Klein-Schmeink, Janosch Dahmen, Manne Lucha und Kordula Schulz-Asche über das Thema Gesundheit verhandeln. Klein-Schmeink ist seit 2009 Bundestagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen. Der Arzt Dahmen ist erst seit November 2020 Mitglied des Bundestags, er betreut Apotheken-Themen. Im Gespräch mit der PZ sprach Dahmen kurz nach der Aufnahme seines Bundestagsmandats über den richtigen Umgang mit dem E-Rezept und über das unausgeschöpfte Potenzial der Apotheker. Lucha ist seit 2016 Gesundheitsminister in Baden-Württemberg. Er ist ausgebildeter Krankenpfleger und hat lange in der Sozialpsychatrie gearbeitet. Schulz-Asche ist seit 2013 Bundestagsabgeordnete und war pflegepolitische Sprecherin. Zuletzt war sie zu Gast bei der PZ-Diskussionsrunde zur Bundestagswahl im Rahmen der Expopharm Impuls. Dort erklärte sie, dass über das Mehrbesitzverbot von Apotheken aufgrund der Herausforderungen einer alternden Bevölkerung und dem gleichzeitigen Fachkräftemangel diskutiert werden sollte.

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