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Landtagswahl

Wen könnten Apotheker im Saarland wählen?

AfD

Im Saarland schließen im ländlichen Raum immer mehr Vor-Ort-Apotheken. Wie will Ihre Partei die Arzneimittelversorgung insbesondere in den ländlichen Regionen aufrechterhalten? Welche Konzepte oder alternativen Versorgungsmodelle zur Apotheke befürworten Sie? Wie bewerten Sie hierbei auch eine verstärkte Einbindung von Versandapotheken?

für die Gewährleistung einer flächendeckenden und qualifizierten Versorgung mit Arzneimitteln müssen insbesondere die kleinen Apotheken vor Ort erhalten bleiben. Gerade für strukturschwache Regionen ist das von großer Bedeutung, da die Apotheke oder der Arzt im Ort einen Standortvorteil bedeuten und so zu den wesentlichen Voraussetzungen einer guten Strukturpolitik gehören. Lieferengpässe und Versorgungslücken sind unbedingt zu vermeiden. 

Ebenso wichtig ist die Sicherstellung hoher Qualitätsstandards bei der Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten. Daher fordern wir, ausreichend Personal für das für die Überwachung der Wirkstoff- und Arzneimittelproduktion verantwortliche Landesamt bereitzustellen. Gleichzeitig sollten Anreize zur Produktion der Arzneimittel in Deutschland oder in Ländern der Europäischen Union geschaffen werden, um die Abhängigkeit von weltweiten Lieferketten zu verringern.

Außerdem ist es von höchster Bedeutung, die derzeit bestehenden »Rabattvertragsregelungen« abzuschaffen. Die derzeitige »Reimportquote« von Arzneimitteln ist ebenso abzulehnen, da ein ständiger Präparatewechsel einer gleichmäßigen, sicheren Arzneimitteleinnahme zuwiderläuft.

Zu den übrigen Wahlprüfsteinen der Pharmazeutischen Zeitung hat die AfD des Saarlandes die programmatische Positionsfindung noch nicht abgeschlossen und sie können in ihrer engen Fachspezifik nicht in einem Wahlprogramm abgebildet werden, wie die AfD der PZ mitteilt. 

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