Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Restless-Legs-Syndrom
-
Was ist neu bei der Therapie?

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin haben eine neue S2k-Leitlinie zur Therapie des Restless-Legs-Syndroms herausgegeben. Neu gilt nun die Empfehlung, den Eisenstoffwechsel zu optimieren und medikamentöse sowie nicht medikamentöse Maßnahmen langsam und symptomorientiert einzusetzen.
AutorKontaktKatja Renner
Datum 03.11.2022  11:00 Uhr

Symptome des Restless-Legs-Syndroms

Viele Betroffene haben bereits eine Odyssee hinter sich, bis sie Jahre nach Auftreten der ersten Symptome die richtige Diagnose erhalten. Gerade zu Beginn der Erkrankung, wenn nur leichte Beschwerden vorliegen, zeigen ärztliche Untersuchungen oft keine therapiebedürftigen Auffälligkeiten. Wird bei der Anamnese nicht gezielt an ein RLS gedacht, können die zunächst unspezifischen Symptome auch mit anderen Krankheitsbildern in Zusammenhang gebracht werden.

Charakteristisch für das RLS sind Bewegungsunruhe und Missempfindungen in den Gliedmaßen. Die Patienten leiden in der Regel in Ruhezeiten unter ständigem Kribbeln und Ziehen in den Beinen. Seltener treten diese Symptome in den Armen oder im Brustkorb auf. Häufig werden die Beschwerden nicht als oberflächlich, sondern als tiefliegend empfunden. Typisch ist, dass sie sich beim Aufstehen und Umherlaufen bessern. Die Besserung hält zumindest so lange an, wie die Aktivität ausgeführt wird. Mit Fortschreiten der Erkrankung kann die lindernde Wirkung der Bewegung nachlassen.

Der Drang, sich zu bewegen, sowie die unangenehmen Empfindungen sind abends oder nachts stärker als tagsüber oder treten ausschließlich am Abend oder in der Nacht auf. Vielfach sind unwillkürliche Beinbewegungen im Schlaf zu beobachten, was sowohl Ein- als auch Tiefschlafphasen stören und Betroffene belasten kann. Die nächtlichen Aktivitäten führen dazu, dass die Patienten tagsüber häufig müde und gereizt sind. Möglicherweise ist damit das erhöhte Risiko für Angsterkrankungen und Depressionen bei Menschen mit RLS assoziiert.

Mehr von Avoxa