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Aut idem und aut simile

Was in der Apotheke zu beachten ist

Auf Indikation, Dosierung und Interaktionen achten

Auf Indikation, Dosierung und Interaktionen achten

Bei der Aut-simile-Substitution schlägt der Apotheker dem Arzt ein anderes Präparat vor. »Informieren Sie sich vorab gut, was verfügbar ist von dem, was einsetzbar wäre, bevor Sie den Arzt konsultieren«, riet Griese-Mammen im Webcast. »Schlagen Sie nur vor, was tatsächlich vorrätig oder lieferbar ist.«

Auch fachlich ist viel zu beachten. Es gebe zum Beispiel Vergleichstabellen, die hinsichtlich der Indikationen unterscheiden; so würden ACE-Hemmer und Sartane zum Beispiel bei Herzinsuffizienz und Hypertonie eingesetzt. Sie empfiehlt daher, den Patienten zu fragen, wie, in welcher Dosierung und für welche Indikation er seine Medikation einnimmt.

Zudem müsse man prüfen, welchen Dosisbereich andere Wirkstoffe der gleichen Klasse haben und zum Beispiel Statine mit hoher Wirkstärke gegeneinander austauschen. Auch ein Interaktionscheck sei geboten. Nehme der Patient zum Beispiel neben Rosuvastatin noch Amiodaron ein, seien Simvastatin und Atorvastatin als Austauschpräparat aufgrund pharmakokinetischer Wechselwirkungen möglichst zu vermeiden. Ebenso müsse der Apotheker Kontraindikationen und die Nierenfunktion des Patienten bei der Wahl eines Aut-simile-Wirkstoffs beachten .

»Schauen Sie auch in Leitlinien nach.« Bei Antibiotika könne es sinnvoll sein, einen Wirkstoff einer anderen Substanzklasse auszuwählen. Es gebe aber auch Fälle, in denen aut-simile »ein echtes Problem« wäre, sagte Griese-Mammen mit Verweis auf Levothyroxin. »Hier gibt es gibt keinen äquivalenten Arzneistoff.« Man könne nur hoffen, dass dieser Fall nicht eintrete.

 

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