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Epilepsie
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Was bei Sport zu beachten ist

Der Fußballer Jamal Musiala spricht offen über Absencen. Sie können im Zusammenhang mit Epilepsie auftreten. Da fragen sich auch Hobbysportler: Was ist bei Epilepsie problemlos möglich, und wo gibt es Risiken?
AutorKontaktdpa
Datum 20.08.2026  12:25 Uhr
Wie kann man bei einem Anfall beim Sport reagieren?

Wie kann man bei einem Anfall beim Sport reagieren?

Bei einer Absence, also einem meist kurzen Bewusstseinsaussetzer, sind nach Angaben der Broschüre normalerweise keine besonderen Hilfsmaßnahmen nötig. Der Anfall ist oft vorbei, bevor die Umgebung ihn bemerkt. Wichtig ist, auf Verletzungen zu achten und die betroffene Person anschließend über das Geschehen zu informieren.

Bei einem größeren Anfall mit Sturz und Krämpfen sollten gefährliche Gegenstände aus dem Weg geräumt und die Dauer des Anfalls gemessen werden. Die betroffene Person darf nicht festgehalten werden. Sobald es möglich ist, kann sie in die stabile Seitenlage gebracht und der Kopf weich gepolstert werden.

Der Rettungsdienst unter 112 sollte gerufen werden, wenn die Krämpfe länger als fünf Minuten anhalten, der Anfall deutlich länger dauert als sonst, schwere Verletzungen entstanden sind oder vermutet wird, dass Wasser oder Erbrochenes eingeatmet wurde, oder kurz danach ein weiterer Anfall auftritt.

Wer Sport in Gruppen macht, kann einen persönlichen Notfallplan bereitstellen. Der Plan kann Umstehende darüber aufklären, wie die Anfälle aussehen, wann Hilfe nötig ist und ob die betroffene Person anschließend etwa eine Pause oder Unterstützung auf dem Heimweg braucht.

Wie wirken sich Antiepileptika auf sportliche Aktivität aus?

Durch eine Therapie mit Antiepileptika lässt sich die Häufigkeit von Anfällen deutlich reduzieren. Die Substanzen können häufig Müdigkeit, Schwindel, Gangunsicherheit oder Gleichgewichtsstörungen, eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit und Sehstörungen wie Doppelbilder oder verschwommenes Sehen als Nebenwirkungen auslösen, insbesondere zu Beginn einer Behandlung oder während einer Dosiserhöhung. Dadurch kann die Belastbarkeit sinken und die Unfallgefahr erhöht sein.

Die Aktivitäten (und die Erwartungen an die sportliche Leistung) sollten gegebenenfalls angepasst werden. Viele Patienten gewöhnen sich jedoch nach einigen Wochen an die Medikation, sodass die Auswirkungen deutlich nachlassen. Sollten dauerhaft Probleme wie starke Erschöpfung, häufiges Stolpern, Schwindel oder weitere Anfälle auftreten, sollte die Therapie überprüft werden.

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