Und auch Angehörige und Freunde können aktiv werden. Laut Piekorz sollten sie ruhig und konkret ansprechen, wenn sie Veränderungen beobachten. Ein Beispiel: »Ich merke, dass du dich verändert hast. Du ziehst dich immer weiter zurück, du schweigst oder stürzt dich in die Arbeit. Ich mache mir Gedanken, wie es dir geht.« Dabei sollte man Wertschätzung und Verbundenheit ausdrücken – etwa: »Du bist uns wichtig, wir brauchen dich, wir möchten, dass es dir gut geht.«
Darüber hinaus könne man konkrete Informationen und Anlaufstellen weitergeben. »Zum Hilfe-Annehmen kann man niemanden zwingen, aber ein kleines Anschubsen darf aus meiner Sicht durchaus sein – manchmal hilft es, einen konkreten Flyer vor die Nase zu halten oder einen Link zu einem passenden Angebot zu schicken«, sagt die Psychologin. »Wenn man dann ein niedrigschwelliges, männerfreundliches Angebot hat, kann das vielleicht die Chance erhöhen, dass es angenommen wird.«