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Burn-out
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Diese Warnsignale gibt es

Plötzlich ständig gereizt, Schlafprobleme oder keine Lust mehr auf den Job? Warum Warnzeichen für Burn-outs oft übersehen werden - und wie Betroffene Hilfe finden.
AutorKontaktdpa
Datum 05.06.2026  14:00 Uhr

»Du landest noch im Burn-out, wenn du so weitermachst«: Viele kennen den Begriff Burn-out als Folge von Stress und Überlastung. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Ausgebranntsein? Und wie kann man Warnzeichen erkennen?

Burn-out an sich ist keine eigenständige psychische Erkrankung, sondern ein Syndrom. Eine Gruppe von Symptomen, die häufig zusammen auftreten und den Gesundheitszustand beeinflussen.

Ein Burn-out entwickelt sich in der Regel schleichend, oft über mehrere Jahre. »Es gibt den Burn-out-Prozess und das Burn-out-Syndrom«, sagt Dr. Gernot Langs, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. »Der Prozess umfasst je nach Einteilung fünf bis zehn Stufen.«

Laut Langs ist das Burn-out-Syndrom »im Prinzip eine Erschöpfungsdepression«. Tatsächlich können sich beide Zustände stark ähneln und ineinandergreifen, hinter einem Burn-out kann sich auch eine Depression verstecken. Burn-out ist dabei jedoch zunächst an äußere Belastungen geknüpft, während eine Depression auch ohne solche Auslöser entstehen kann. Medizinisch gilt Burn-out weiterhin als Zusatzdiagnose, keine eigenständige psychiatrische Kategorie, ist aber etwa in der Reha durchaus anerkannt.

Woran merkt man, dass man betroffen ist?

Nicht jede anstrengende Phase im Leben muss gleich ein Burn-out sein. Gewisser Stress sei normal und sogar notwendig, sagt Langs, Ärztlicher Direktor der Schön Klinik Bad Bramstedt.

Es gibt aber Warnsignale, die Betroffene ernst nehmen sollten: »Die Einschränkung der Lebensqualität ist immer der entscheidende Faktor. Wenn sie dauerhaft vorhanden ist, muss man etwas tun«, sagt Langs.

Das Problem: Betroffene erkennen meist nur schwer, wie ausgebrannt sie womöglich schon sind. Typische Warnsignale - seien es psychische oder körperliche Stresssymptome - werden lange ignoriert oder nicht als solche akzeptiert. Oft ist es daher das Umfeld, dem Veränderungen auffallen. »Die Umgebung merkt es zuerst, wenn jemand immer reizbarer wird - die Lunte wird kürzer«, so der Facharzt.

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