Nina Warken soll neue Chefin des Kanzleramts werden und damit rechte Hand von Kanzler Friedrich Merz. / © Imago/Metodi Popow
Die Rochade innerhalb der CDU nimmt Gestalt an. Nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender ist bereits bekannt, dass Thorsten Frei diesen Posten übernehmen soll. Am Mittwoch soll er Fraktionschef werden.
Freis Job im Kanzleramt soll die aktuelle Bundesgesundheitsministerin Nina Warken übernehmen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Tatsächlich war die 47-Jährige zum engeren Kandidatenkreis gezählt worden.
Das BMG soll laut Bericht künftig von Linnemann geführt werden, der bei der Kabinettsbildung der schwarz-roten Koalition überraschend leer ausgegangen war.
Ausgelöst wurde die Personalrochade von dem Rücktritt des bisherigen Fraktionschefs: Jens Spahn und sein Mann hatten bekannt gegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte ihren Sohn Georg zur Welt. In der Union brach ein Sturm der Empörung los, der am Samstag zu Spahns Rücktritt als Unionsfraktionschef führte.
Dass Warken entweder neue Fraktionschefin oder neue Chefin im Kanzleramt werden könnte, machte schnell die Runde – und sorgte für Aufsehen, weil sie als einzige Frau auf der Kandidatenliste stand. Nun soll sie also Chefin des Kanzleramts werden – ein Job, bei dem es vor allem um Aktenarbeit, Vermittlung und Koordinierung geht.
Warken gilt als Merz-Vertraute, findet sich rasch in neue Aufgabenbereiche ein und hat sich durch die GKV-Reform einigen Respekt im Politikbetrieb verschafft. Neben dem zweiten Teil der Kassenreform steht allerdings auch noch das Mammutprojekt Pflege an, um das sich künftig Linnemann kümmern muss.