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Nach Leihmutterschaft
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CDU-Landesverband fordert Spahns Rücktritt

Die CDU ist strikt gegen eine Zulassung von Leihmutterschaften. Dass ihr Frontmann im Bundestag nun privat einen anderen Weg gegangen ist, setzt ihn massiv unter Druck.
AutorKontaktdpa
Datum 17.07.2026  16:10 Uhr

Privat im Glück, politisch unter Druck: Aus der eigenen Partei gibt es erste Rücktrittsforderungen gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn, weil er mit seinem Ehemann die Hilfe einer Leihmutter in den USA in Anspruch genommen hat. »Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion nicht mehr tragbar und muss zurücktreten«, sagte Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Daniel Peters der »Bild«. Auch die Opposition wirft Spahn Doppelstandards vor.

Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte das Baby zur Welt. Die Kritik daran ist deshalb so laut, weil Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und sich Spahns Partei klar gegen eine Legalisierung ausspricht, so wie in der Vergangenheit auch Spahn selbst. Der Hauptvorwurf lautet, Spahn nutze privat Möglichkeiten, die er Menschen in ähnlicher Situation in Deutschland politisch nicht zugestanden habe.

»Kauf von Kindern«

»Mit einer Leihmutterschaft in den USA hat Spahn sich in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt«, sagte Peters, der auch im CDU-Bundesvorstand sitzt. Spahn nehme für sich in Anspruch, als Privatperson anders zu handeln, als er als CDU-Mandatsträger abstimme. »Das geht überhaupt nicht«, meinte der CDU-Landesvorsitzende.

Scharfe Worte wählte auch die Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion, Mechthild Heil, in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«: »Frauen dürfen weder zum Sex gekauft noch als Brutkasten missbraucht werden.« Die CDU-Politikerin sprach von einem »ausbeuterischen System zwischen Kaufeltern und Leihmüttern« und betonte: »Ich lehne den Kauf von Kindern und damit die Leihmutterschaft ab.«

Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers, der selbst mit einem Mann verheiratet ist, äußerte sich im »Tagesspiegel« zurückhaltend. »Für mich persönlich wäre es nicht der richtige Weg.«

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