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Per Leihmutterschaft
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Spahn und sein Lebensgefährte sind Eltern geworden

Der CDU-Fraktionschef und ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und sein Ehemann sind Eltern geworden. Ihr Sohn Georg kam Medienberichten zufolge in den USA mithilfe einer Leihmutter zur Welt. Eine Diskussion darüber entspinnt sich bereits.
AutorKontaktPZ
Datum 16.07.2026  10:00 Uhr

»We are Family«, schreibt Spahns Lebensgefährte Daniel Funke bei Instagram. Dazu postet er ein Foto von sich und Spahn mit einem Kinderwagen. Die »Bild« hatte gestern exklusiv berichtet und die Hintergründe beleuchtet. Demnach trug eine Leihmutter in den USA das Baby aus, wo Leihmutterschaft in mehreren Bundesstaaten legal ist.

Spahn und sein Lebensgefährte halten sich derzeit in den USA auf, der Fraktionschef sei direkt zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause dorthin gereist. Funke ist der leibliche Vater des Kindes, das den Vornamen von Spahns im April 2024 verstorbenem Vater Georg Spahn trage.

»Bild« berichtet über das Familienglück und zitiert Spahn: »Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen.« 

Spahn hatte sich vor einigen Jahren noch kritisch zur Leihmutterschaft geäußert. Im Jahr 2015 schrieb Spahn in einem Gastbeitrag für das Magazin GQ: »Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.« 

In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Als CDU-Politiker vertrat Spahn lange die Linie seiner Partei, die am Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland festhält. Auch Eizellspenden sind in Deutschland verboten, eine Gesetzesänderung ist nicht in Sicht. Kritiker weisen nun darauf hin, dass die CDU weiterhin gegen eine Zulassung der Leihmutterschaft in Deutschland ist, während Spahn und sein Ehemann ihren Sohn mithilfe einer Leihmutter in den USA bekommen haben.

Eine öffentliche Debatte entspann sich auch, als der heutige Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) und sein Lebensgefährte im April dieses Jahres öffentlich machten, Eltern eines Kindes geworden zu sein, das per Leihmutterschaft zur Welt kam. Kritiker warfen die Frage auf, ob es widersprüchlich sei, wenn deutsche Politiker von einer Rechtslage profitieren, die im Inland nicht zulässig ist.

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