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Covid-19-Medikament
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US-Apotheken dürfen Paxlovid rezeptfrei abgeben

Das Covid-19-Medikament Paxlovid kann einen schweren Verlauf von Covid-19 verhindern, wenn Patienten es innerhalb von fünf Tagen nach Symptombeginn einnehmen. Um Patienten eine schnelle Einnahme zu ermöglichen, erlaubt die US-Arzneimittelbehörde FDA Apothekern in den USA künftig, das antiviral wirkende Covid-19-Medikament Paxlovid unter bestimmten Voraussetzungen rezeptfrei an Patienten abzugeben.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 12.07.2022  12:00 Uhr
In Deutschland ist ärztliche Verordnung notwendig

In Deutschland ist ärztliche Verordnung notwendig

In Deutschland dürfen Apothekenteams Paxlovid nur nach einer ärztlichen Verordnung abgeben. Das oral anwendbare antivirale Medikament ist seit dem 25. Februar verfügbar. Es soll zur Behandlung von symptomatischen, nicht hospitalisierten Patienten mit Covid-19 ohne zusätzlichen Sauerstoffbedarf, aber mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf eingesetzt werden.

Wie die PZ berichtete, dürfen Apotheken Paxlovid seit Kurzem unbegrenzt bevorraten. Das ist in einer Allgemeinverfügung geregelt, die seit 29. Juni gilt und die voraussichtlich spätestens am 25. November 2022 unwirksam werden wird. Zuvor durften Apotheken höchstens zwei Therapieeinheiten des Medikaments auf Vorrat halten.

BMG will Medikament verstärkt einsetzen

Dass eine Bevorratung nun unbegrenzt möglich ist, dürfte dem Wunsch von Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) geschuldet sein, das Medikament zur Behandlung von Corona-Erkrankten verstärkt einzusetzen. »Paxlovid-Tabletten, kurz nach der Infektion bei Älteren eingesetzt, senken Krankenhauseinweisungen um 90 Prozent. Es wird ein System mit Hausärzten vorbereitet, diese viel zu seltene Covid-Lebensrettung regelmäßiger einzusetzen. Medikamente haben wir genug«, schrieb Lauterbach am 3. Juli auf Twitter.

Insgesamt hat die Bundesregierung nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung eine Million Behandlungseinheiten von Paxlovid bestellt. Bisher verordnen Ärzte das Medikament allerdings nur sehr zögerlich. Gleichzeitig belegen Studien eine gute Wirksamkeit des Präparats.

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