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Kommentar

The Masked Chaos

Erste Kammern und Verbände bitten die Bürger nun bereits darum, nicht vor Mitte Dezember in den Apotheken nach kostenlosen Masken zu fragen und sprechen von einer Herkules-Aufgabe, die auf die Apotheken zukommt. Der gewaltige Mehraufwand wird den Apotheken gut bezahlt. Das darf man an dieser Stelle natürlich nicht vergessen. Und sicher ist auch ein Imagegewinn für den Berufsstand möglich. Auch das ist ganz klar zu begrüßen.

Aber es gilt auch, höllisch aufzupassen, dass sich dieser Effekt am Ende nicht umkehrt, zum Beispiel wenn Apotheken ihr Kontingent an Masken im Dezember verteilt haben und danach nicht weiter kostenfrei abgeben können. Der Aufschrei der Medien wird dann leider wieder groß sein und den Apotheken wird womöglich vorgeworfen, sich bereichern zu wollen.

Bereits jetzt gibt es erste kritische Stimmen. Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sprach von einem »warmen Geldregen« für die Apotheker. Um einen Imageschaden zu vermeiden, ist ein vernünftiges Prozedere bei der Abgabe der Masken im Dezember – wie ab Januar vorgesehen – unabdingbar. Insofern gilt: Bitte nachbessern, Herr Spahn! Und zwar sofort.

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